Offenbach und Frankfurt einig: Kaiserlei wird umgebaut 

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Petra Roth und Horst Schneider unterzeichnen die Absichtsvereinbarung im Römer

Offenbach/Frankfurt - Jetzt ist es amtlich: Der Kaiserlei-Kreisel wird in zwei Kreuzungen verwandelt. Offenbach und Frankfurt besiegelten das Vorhaben heute mit einer Absichtsvereinbarung im Frankfurter Rathaus.

Die Kommunen wollen den über ihre Grenzen reichenden Stadtteil Kaiserlei umbauen. Zirka 30 Millionen Euro soll es kosten, das etwa 40 Hektar große und weitgehend öde Grenzareal aufzumöbeln. Diese Kosten wollen sich Frankfurt, das Land Hessen und der Bund teilen. „Das ist der Clou an der Geschichte“, freute sich Offenbachs Oberbürgermeister Horst Schneider (SPD). Seine Stadt muss sich nicht finanziell beteiligen.

Jahrelang war der gemeinsame Stadtteil ein Zankapfel zwischen den Nachbarstädten. Frankfurt besitzt einen Großteil des Areals, während die Verkehrsflächen fast ausschließlich in Offenbacher Hand liegen. Offenbach hatte für die Umsetzung des Infrastrukturprojekts kein Geld. Daher übernehme jetzt Frankfurt den kommunalen Kostenanteil von rund 8,8 Millionen Euro. Mit der jetzigen Lösung würden auch die überflüssigen, historischen Animositäten der beiden Städte durch praktische Kooperationen aufgehoben, sagte OB Schneider.

Grafik des Kaiserleigebietes, vergrößerte Ansicht

Vorgesehen ist, den bisherigen Kaiserleikreisel durch zwei getrennt geführte Kreuzungen zu ersetzen. Außerdem sollen verschiedene Offenbacher Grundstücke auf einer Fläche von insgesamt 5200 Quadratmetern für Gewerbebauten erschlossen werden. Frankfurt will diese Flächen für rund fünf Millionen Euro erwerben. Der Beschluss in der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung ist laut Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne) für Mai anvisiert. „Es ist nicht nur ein guter Tag für beide Städte, sondern auch für die wirtschaftliche Entwicklung der Region“, sagte die Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU). Außerdem erhofft sie sich eine bessere Verkehrsanbindung für den Neubau der Europäischen Zentralbank (EZB) an die Autobahn 661.

Zusätzlich will die Mainmetropole einen verloren gegangenen Baukostenzuschuss in Höhe von rund 3,8 Millionen Euro übernehmen. Die restlichen rund 24 Millionen Euro Projektkosten teilen sich der Bund und das Land Hessen. Die Stadt Offenbach wird das Geld ausschließlich für die Maßnahmen am Kaiserleikreisel verwenden - dafür erhält sie später die Gewerbesteuereinnahmen. dpa

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