Bootsunglück

Zwischen Offenbach und Frankfurt: Schlauchboot stürzt über Schleusenwalze

Dank dem schnellen Eintreffen der Wasserrettung überleben alle Opfer des Offenbacher Schlauchboot-Unfalls. (Symbolbild)
+
Dank dem schnellen Eintreffen der Wasserrettung überleben alle Opfer des Offenbacher Schlauchboot-Unfalls. (Symbolbild)

Auf dem Main zwischen Offenbach und Frankfurt stürzen drei Personen mit einem Schlauchboot über eine Schleusenwalze in die Tiefe. Zwei Insassen verletzen sich schwer.

Offenbach/Frankfurt - Die Polizei in Offenbach berichtet von einem aufgeregten Anruf, der am frühen Samstagabend (26. Juni 2021) einging. Personen seien im Main und drohten zu ertrinken, zu weiteren Angaben soll der Meldende „vor Aufregung“ nicht in der Lage gewesen sein. Am Einsatzort eingetroffen fanden die Rettungskräfte drei verletzte Personen vor, die wohl mit einem Schlauchboot vom Oberwasser kommend an der Schleuse Offenbach über eine Schleusenwalze gefahren und mehrere Meter abgestürzt waren.

Einsatzleiter Michael Müller spricht von einer „für die Verunfallten lebensgefährliche Situation“, die dank „dem entschlossenen Eingreifen von Passanten, die eine Person durch das Zuwerfen von einem Rettungsring vor dem Ertrinken retten konnten“ ein gutes Ende genommen habe. Insgesamt drei Personen, eine junge Frau sowie ein älterer und ein jüngerer Mann, sollen im Schlauchboot auf dem Main zwischen Frankfurt und Offenbach gesessen haben.

Feuerwehr Frankfurt und DLRG retten Personen an der Schleuse Offenbach

Zwei der drei Verunglückten sollen sich mit der Hilfe von Passanten selbstständig aus dem Wasser gezogen haben, die dritte Person habe sich bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte an einem Rettungsring festklammern und so überleben können. Profitiert hatte sie davon, dass das erste Rettungsboot nur wenige Minuten nach der Alarmierung bereits vor Ort zwischen Hafenpark Frankfurt und Schleuse Offenbach gewesen sein soll.

Alle drei Personen wurden zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Insgesamt seien an dem Einsatz in Offenbach 35 Einsatzkräfte der DLRG, des Rettungsdienstes und der Feuerwehr beteiligt gewesen, teilt die Feuerwehr Frankfurt in einer Pressinformation mit. Bisher sei nicht bekannt, wie es zu dem Unfall kommen konnte.

Im Jahr 2020 ertranken laut DLRG* mindestens 378 Menschen in Deutschland. Mindestens 335 Personen, also rund 88 Prozent der Opfer, seien in Binnengewässer ums Leben gekommen. Achim Haag, Präsident der Wasserretter, hatte mit der Veröffentlichung dieser Statistik an die Politik gewandt und mehr Kooperation eingefordert: „Wir würden als DLRG gerne gezielter mit den Kommunen zusammenarbeiten, um mithilfe unserer vielen Rettungsschwimmenden mehr Gefahrenstellen zu entschärfen.“ (mos) *fnp.de und op-online.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Erst kürzlich musste die Wasserschutzpolizei drei Personen von einem Wehrpfeiler an der Schleuese Offenbach retten.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion