Ex-Mitarbeiter des Kreises im Verdacht

Führerscheine gegen Bestechungsgeld?

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Offenbach - Führerscheine gegen Geld: Ein früherer Mitarbeiter des Kreises Offenbach soll so gehandelt haben. Die Staatsanwaltschaft bestätigte unserer Zeitung heute entsprechende Ermittlungen.

Ein früherer Mitarbeiter des Kreises Offenbach soll über Jahre hinweg Führerscheine aller Klassen gegen Bestechungsgeld verkauft haben - unter anderem an zwei Schulbusfahrer. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt bestätigte unserer Zeitung heute entsprechende Ermittlungen. Nach Angaben von Kordula Egenolf, Sprecherin der Kreisverwaltung, ist der Verdächtige, er war Mitarbeiter der Führerscheinstelle, bereits Ende September 2013 fristlos entlassen worden. Dabei verwies sie darauf, dass in der Verwaltung bereits das Vier-Augen-Prinzip gelte. Und sie zitierte Landrat Oliver Quilling; man werde es nie ausschließen können, dass sich jemand nicht an die Regeln halte.

Offenbar kam die Polizei dem Schwindel bereits 2012 auf die Spur, als sich jemand damit brüstete, im Dietzenbacher Kreishaus könne man Führerscheine kaufen. Die Ermittlungen der Polizei mündeten im September 2013 in einer Durchsuchung der Behörde. Laut Medienberichten sollen die Käufer vor allem Autofahrer gewesen sein, denen der Führerschein entzogen worden war, beispielsweise wegen Alkohols am Steuer. Um der Medizinisch-Psychologischen Untersuchung - kurz MPU - zu entgehen, hätten diese dann Geld an den Mitarbeiter des Landratsamts gezahlt. Den Berichten zufolge soll der Verdächtige für seine kriminellen Dienstleistungen zwischen 250 und 3000 Euro genommen haben.

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psh

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