Betrug

Dreiste Abzocke: Betrüger wollen an Miete mit fiesem Trick

Mieter der Hafeninsel in Offenbach sind von dem Betrugsversuch betroffen.
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Mieter der Hafeninsel in Offenbach sind von dem Betrugsversuch betroffen.

Dreiste Betrugsmasche in Offenbach: Ein gefälschtes Schreiben kostet die Betroffenen schnell die Monatsmiete.

Update vom Mittwoch, 02.10.2919, 11.37 Uhr: Der Fall wird immer größer: Bei dem groß angelegten Betrug an Mietern der Frankfurter Wohnungsbaugesellschaft ABG im gesamten Rhein-Main-Gebiet und auf der Offenbacher Hafeninsel ist die Polizei auf der Spur. Wie der „Rhein-Main EXTRA TIPP“ berichtet, haben Kriminelle offizielle Anschreiben der ABG gefälscht und die Mieter aufgefordert, ihre Zahlungen nicht mehr an das bisherige Bankkonto, sondern an dubiose Fremdkonten zu überweisen. Die Briefe waren im Design nahezu perfekte Kopien der originalen ABG-Anschreiben und kaum als Fälschungen zu entlarven.

Nach dem Auffliegen der Betrugs-Attacke, wobei der Kontakt der Mieter untereinander über soziale Medien eine nicht unerhebliche Rolle spielte, warnt der Wohnungskonzern per Aushang an Hauseingängen und Treppenhäusern aktuell vor der neuen Betrugsmasche.

Offenbach: „Da hat jemand richtig viel Aufwand betrieben“

In den fingierten Schreiben bittet angeblich die ABG die Mieter auf der Hafeninsel darum, künftige Zahlungen an das Unternehmen ausschließlich an ein Konto der Deutschen Bank zu tätigen. Die Begründung, so „EXTRA TIPP“: Man wolle den Wettbewerb zwischen den Banken fördern und habe deshalb den Wechsel veranlasst.

Trotz der sehr gut gemachten Fälschungen regte sich schnell Misstrauen bei den Mietern. Sie informierten sofort die ABG. Deren Geschäftsführer Frank Junker konstatiert: „Wir haben sofort reagiert. Es handelt sich natürlich um eine Fälschung. Wir würden den Wechsel einer Bankverbindung niemals auf diese Weise unseren Mietern kommunizieren.“

Auch Junker ist geschockt, wie gut die Fälschungen gemacht waren: „Da hat jemand richtig viel Aufwand betrieben“, sagt er. „Sogar die Bankverbindung im Kleingedruckten wurde perfekt abgeändert.“ Auch die Stempel auf den Briefmarken schienen echt zu sein. Und sogar Namen von Mitarbeitern seien angegeben worden.

Offenbach: Polizei ermittelt gegen Unbekannt - noch

Unklar bleibt für ABG-Chef Junker, dass als Zielkonten ein Konto der Deutschen Bank in Essen – wie bei den Mietern in Offenbach –, eines der Sparkasse Fulda und eines einer Bank in Helsinki angegeben wurden.

Der Wohnungskonzern habe sofort die Banken über den Vorfall informiert und Anzeige bei der Polizei erstattet. Diese ermittelt unterdessen gegen unbekannt. Wie schnell die Täter gefunden werden, sei kaum abzuschätzen, so Polizeisprecher Rudi Neu. Laut Polizei stehen die Chancen aufgrund der vorhandenen Bankverbindung aber nicht so schlecht.

Die ABG rät ihren Mietern nun in einem Warn-Schreiben zur Vorsicht und klärt den Betrug auf. Junkers Appell an seine Mieter: „Überweisen Sie auf keinen Fall Geld an ein solches Konto.“ Ähnliche Warnungen finden sich auf der ABG-Webseite.

Offenbach: ABG-Konzern gehören über 52.000 Wohnungen

Es sei nicht ausgeschlossen, dass sich die Täter erneut woanders als irgendeine Wohnungsgesellschaft ausgeben und den Trick weiter versuchen, so Neu. 

Dem ABG-Konzern gehören über 52.000 Wohnungen. Er befindet sich im Besitz der Stadt Frankfurt. (mic) 

Erstmeldung, 01.10.2919, 07.37 Uhr: Offenbach - Mit einer neuen Betrugsmasche befasst sich aktuell die Polizei in Offenbach. Auch wenn aktuell nur wenige Geschädigte bekannt wurden, steht zu befürchten, dass noch weitere Opfer sich melden. Denn die Zahl der möglichen Opfer ist groß.

Betroffen sind derzeit die Mieter einer großen Wohnungsbaugesellschaft der Offenbacher Hafeninsel. Diese haben in den letzten Tagen ein Schreiben erhalten, wonach sich angeblich die Kontoverbindung für die monatlichen Mietzahlungen geändert habe, berichtet die Polizei.

Offenbach: Mann überweist eine Monats-Miete an Betrüger

Bei diesem durchaus seriös wirkenden Schreiben handelt es sich nach Erkenntnissen der Offenbacher Kriminalpolizei um eine dreiste Fälschung. Einer der betroffenen Anwohner hat am Dienstag Anzeige erstattet, nachdem er den Betrug bemerkte.

Allerdings war da schon die Monatsmiete auf das Konto der Betrüger überwiesen. Die Wohnungsbaugesellschaft hat zwar unmittelbar nach Bekanntwerden alle ihre Mieter angeschrieben und zudem eine Warnung auf ihrer Internetseite veröffentlicht, dennoch kann es sein, dass es noch weitere Geschädigte gibt.

Tipp von der Polizei in Offenbach: Erst den Vermieter anrufen

Darüber hinaus ist nicht ausgeschlossen, dass sich die unbekannten Täter als eine weitere Baugesellschaft ausgeben. Die Polizei rät daher dringend, nicht auf solche Schreiben zu reagieren, sondern sich vorher mit dem Vermieter in Verbindung zu setzen und zudem Anzeige zu erstatten. (chw)

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