Bewusster konsumieren

Grüne haben nachhaltigen Stadtplan für Offenbach erstellt

Stellten gestern den nachhaltigen Stadtplan vor (von links): Kreisgeschäftsführerin Basak Taylan, Grünen-Sprecherin und Ex-Bürgermeisterin Birgit Simon sowie Projektleiterin Sabrina Engelmann vom Grünen-Vorstand. Foto: dahmer
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Stellten gestern den nachhaltigen Stadtplan vor (von links): Kreisgeschäftsführerin Basak Taylan, Grünen-Sprecherin und Ex-Bürgermeisterin Birgit Simon sowie Projektleiterin Sabrina Engelmann vom Grünen-Vorstand.

Als lokalen Beitrag zu einem bewussteren und ökologischen Konsumverhalten haben die Offenbacher Grünen einen „nachhaltigen Stadtplan“ herausgebracht.

Offenbach –  Das kostenlose Werk, das in einer Auflage von 5000 Exemplaren erschienen und auch online (gruene-offenbach.de) abrufbar ist, zeigt in gebündelter Form Geschäfte und Orte, die nachhaltige Produkte anbieten sowie Anlaufstellen fürs Reparieren, Teilen oder Tauschen. Insgesamt weist der Plan, den die Grünen gestern vorstellten, auf 54 Läden und Dienstleister hin. Heute werden Grünen-Mitglieder ab 17.30 Uhr auf dem Marktplatz den Plan an Passanten verteilen. Er ist zudem in der Geschäftsstelle der Partei in der Domstraße 87 zu haben und wird nach und nach in den 54 Anlaufstellen ausgelegt.

Seit August 2018 hatte sich eine Arbeitsgruppe um Sabrina Engelmann vom Parteivorstand und Kreisgeschäftsführerein Basak Taylan mit dem Vorhaben beschäftigt. Man habe sich dabei an der „Wandelkarte“ der Transition-Town-Bewegung in Darmstadt orientiert, sagt Engelmann. Dort gibt es einen solchen Stadtplan seit September 2018, im Juni dieses Jahres erschien bereits die zweite Auflage.

Offenbach: Nachhaltiger Stadtplan für Offenbach

Grünen-Sprecherin Birgit Simon betont, der Plan erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit, neu hinzukommende oder möglicherweise übersehene Anlaufstellen sollten sich melden (info@gruene-offenbach.de) und würden bei einer zweiten Auflage berücksichtigt. Die angesprochenen Einzelhändler und Initiativen seien begeistert von dem Projekt gewesen, welches ihnen zur Werbung und dem Kunden zur Orientierung diene.

Die nachhaltigen Orte sind nummeriert und farblich unterteilt in die Kategorien „Lebensmittel“, „Neues und Gebrauchtes“, „Café/Gastronomie“, „Tauschen/Teilen/Reparieren“ sowie „Gemeinschaftsgärten/Umwelt/Freizeit“. Keine der aufgelisteten Einrichtungen habe ein komplett nachhaltiges Angebot, sagt Sabrina Engelmann. Doch mit diesem Anspruch sei man auch nicht an das Vorhaben herangegangen.

Man wolle den nachhaltigen Stadtplan als Impuls verstanden wissen und hoffe, das Thema werde von der Stadt oder auch vom Einzelhandel aufgegriffen, sagt Birgit Simon.

VON MATTHIAS DAHMER

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