Steuern

Grundsteuer B: Offenbach belegt traurige Topplatzierung – nur eine Stadt ist teurer

In Offenbach müssen die Menschen bei der Grundsteuer tief in die Tasche greifen
+
In Offenbach müssen die Menschen bei der Grundsteuer tief in die Tasche greifen (Symbolbild).

Eine Studie zeigt: In Offenbach müssen Hauseigentümer besonders saftige Summen bei der Grundsteuer B zahlen – nur eine Stadt ist noch teurer.

Offenbach – In der Stadt Offenbach müssen Hauseigentümer besonders tief in die Tasche greifen, wenn es zur Grundsteuer B kommt. Teurer wird es nur noch in Witten, Nordrhein-Westfalen. Das zeigte jetzt eine Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln im Auftrag des Eigentümerverbandes Haus & Grund.

Im Rahmen der Studie wurde die Höhe der Grundsteuer in den 100 größten deutschen Städte betrachtet. In Offenbach werden laut Ergebnis der Untersuchung 758 Euro pro Jahr für ein normales Einfamilienhaus fällig, in Witten sind es sogar 771 Euro. Damit findet sich Offenbach am Ende der Liste wieder – die Grundsteuer ist dort, trotz Senkungen Ende letzten Jahres, immer noch am zweithöchsten in ganz Deutschland.

Grundsteuer B in Offenbach: Zweithöchster Betrag in Deutschland

Auf Platz eins liegt dagegen Gütersloh mit 323 Euro – weitere hessische Städte landen beim Vergleich im Mittelfeld: In Kassel (28. Platz) müssen Hauseigentümer 415 Euro Jahresgrundsteuer für vergleichbare Immobilien zahlen, während in Wiesbaden (29.) 417 Euro fällig werden. Die Stadt Frankfurt liegt mit 424 Euro Grundsteuer B knapp dahinter auf Platz 35. Hessenweit beträgt die zu zahlende Jahresgrundsteuer im Schnitt 497 Euro. Am günstigsten kommen Hausbesitzer in Rheinland-Pfalz weg, dort werden 358 Euro Grundsteuer erhoben - den höchsten Durchschnittswert sahnt derweil Berlin ab. In der Hauptstadt werden durchschnittlich 686 Euro pro Jahr fällig.

Drei Faktoren sind bei der Zusammensetzung und Bestimmung der Grundsteuer entscheidend: der Einheitswert, abhängig von der Größe des Grundstücks sowie der Ausstattung des Hauses, die Steuermesszahl und dem von jeder Kommune individuell festgelegten Hebesatz. Diese drei Faktoren werden miteinander multipliziert, woraus sich die Grundsteuer B ergibt – so auch in Offenbach.

Offenbach: Bauliche Grundsteuer als wichtige Einnahmequelle

Die bauliche Grundsteuer stellt eine wichtige Einnahmequelle für Städte und Gemeinden dar, weshalb einige Kommunen den Spielraum bei der Festlegung der Hebesätze nutzen, um Geld in die Leeren Kassen zu spülen. Noch immer laufen Anklageverfahren gegen die im Jahr 2019 von der Stadt Offenbach verkündete Erhöhung der Grundsteuer. (Jan Lucas Frenger mit dpa)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare