Es wird gefeiert

Ein Stück Hafenglück

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Neues Refugium der Kulturschaffenden: Das Domizil des Hafen 2 neben der Wiking ist so gut wie fertig. Für kleine und große Spender (liebevoll als Frei- und Rettungsschwimmer eingestuft) gab’s als Dankeschön und wohl auch Willkommensgruß einen Umtrunk.

Offenbach - Der Verein suesswasser tanzt nicht in den Mai – er zieht um! Für Mittwoch, 1. Mai, ist die erste Veranstaltung geplant. Bereits am Wochenende feiern die Projektentwickler im Hafenviertel.

Die Neue Deutsche Welle frei zitiert: Es geht voran im Hafenviertel – teils gemächlich, teils mächtig. Der suesswasser e.V. dankte  im neuen Gebäude all jenen, „die hohe Spenden geleistet haben“ – es gab prickelnden Sekt, leckere Häppchen, längere Führungen, kürzere Ansprachen. Zur Erinnerung: Der Verein hatte über Spenden einen Teil der Baukosten gestemmt. „Der notwendige Betrag von 330 000 Euro wurde im März 2012 überwiesen“, so die Macher. Allerdings sind 80 000 Euro davon ein Darlehen, für das Zinsen anfallen. „Helft mit, es zu tilgen. Danke!“, heißt es auf der Homepage.

Eröffnungsfest am 1. Mai

suesswasser bremst weitere Erwartungen: „Wo bleibt die Baustellenparty, fragt ihr? Sie kommt nicht. Es wird eine Punktlandung zum Eröffnungsfest am 1. Mai. Vorher geht nichts.“ An diesem Mittwoch werden die Letzten die Ersten sein: Die letzte Band im alten Saal ist die erste in der neuen Halle. Ab etwa 15 Uhr geht’s los; die Musik erklingt ab 16 Uhr mit New Found Land, Ofrin und Mio Myo. Eine Performance mit Lina Hermsdorf ist für 17 Uhr vorgesehen, ab 20.45 Uhr flimmert der Bildschirm für Fußballfans, das Champions-League-Halbfinale Barcelona gegen Bayern München. In der Halle, Eintritt frei.

Bereits an diesem Sonntag, 28. April, feiert ab 14.30 Uhr die Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft (OPG). Grund: Die Hafentreppe, Herzstück des neu entstehenden Stadtviertels, ist fertig. Es gibt Musik, Informationen, Ausstellungen, Verlosungen und Rundfahrten. Auf der Bühne spielt die Indie-Band Cargo City. Von der Hafentreppe können Besucher über die Bootspromenade zum Oberen Molenpark flanieren. Dort liegt die Schute Vita. Im Innern des Schiffs ist eine Ausstellung über die Hafenentwicklung zu sehen. Investoren präsentieren Miet- und Eigentumswohnungen, darunter Deutsche Wohnwerte und ABG Frankfurt. Präsent sind Ruderclub Hellas, Boxclub Nordend, Offenbacher Ruderverein und Jugendkunstmobil.

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In der Ölhalle ist die Ausstellung „Neue Positionen in der Malerei“ zu besichtigen. Der Hafengarten lädt zum Anschauen und Mitmachen ein. Für drei Euro bietet die Barkasse „Gaby“ Hafenrundfahrten (Kinder bis zwölf Jahre gratis). Ab 17 Uhr klingt der Nachmittag aus. Wer weiterfeiern will, hat beim Abschlusskonzert auf der Wiese im Hafen 2 Gelegenheit. Bei Regen weicht alles in die Ölhalle aus. Zu hören sind Tin Trails und Town of Saints. Letztere stehen für energiegeladenen Akustik-Folk-Punk aus den Niederlanden; tanzbarer Pop, von Folk beeinflusst, mit Punk gewürzt.

Stadt bekommt ihren zweiten "Leuchtturm"

Und wie es sich für ein von der Politik vielbeschworenes Leuchtturmprojekt gehört: Der Hafen bekommt sogar einen solchen. Am Sonntag erhält die Stadt ihren zweiten „Leuchtturm“. Der Main-Turm am Hafen wirbt als neues Ausflugsziel für Jung und Alt entlang des Mainradwegs und soll das Viertel rund um die neu angelegte Hafentreppe genauso beleben wie Gäste aus anderen Stadtteilen zum Besuch anregen. Geöffnet ist täglich ab 15 Uhr (Montag bis Freitag) beziehungsweise ab 11 Uhr (Samstag und Sonntag). Neben dem schon vom Bürgeler Main-Turm bekannten Angebot an Getränken und Eis bietet das Team um Roland Lösel Kaffee und hausgemachten Kuchen, Bier und Cocktails. Liegestühle laden ebenso zur Entspannung ein wie der kleine Biergarten am Hafenbecken. 

mk

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