Originalität und Vielfalt

Erlesenes vom Erzeuger

Offenbach - In einen künstlerischen „Garten Eden“ verwandelt sich die Stadthalle am zweiten Novemberwochenende: Ob Knochenkunst, Marionetten, Perlenschmuck oder Taschen aus LKW-Planen – an Originalität und Vielfalt mangelt es dem Offenbacher Sammelsurium auch in der 28. Auflage nicht.

Neben mehr als 168 Ausstellern strömen am 8. und 9. November deshalb wieder zahlreiche Kunstliebhaber an die Waldstraße 312, um handgemachte Unikate direkt beim Hersteller zu erstehen. Wie immer erwartet Besucher Kunst zum Anziehen und Tragen, für die Wohnung oder den Garten, zum Spielen oder einfach zum Sammeln und begeistern lassen.

Das Erfolgsgeheimnis des weit über die Region hinaus bekannten Handwerkermarkts liegt in der Auswahl der Aussteller. Um passende Künstler zu finden, besucht Veranstalterin Ursula Merbach Märkte und Messen in ganz Deutschland. Originalität ist ihr ebenso wichtig wie Qualität und Präsentation, nur Erstklassiges findet den Weg in ihre Künstlerdatei – und von dort vielleicht in die Stadthalle.

Denn direkt bewerben können sich interessierte Künstler nicht. Wer mit seiner Arbeit überzeugt, wird eingeladen. Großen Wert legt Veranstalterin Merbach dabei auf die richtige Mischung aus Kontinuität und Abwechslung. Künstlerische Vielfalt und Besuchererwartungen müssen mit viel Erfahrung abgewogen werden.

Auch Offenbacher Künstler vertreten

Zahlreiche neue Künstler sorgen erneut für ein abwechslungsreiches Sortiment. Stefan Mair aus Niederbayern malt frech-originelle Tierportraits auf alte Türfüllungen. Jutta Schwarz schnitzt Schmuck aus Knochen, Phillipp Schwingeler baut Graffiti aus Holz.

Anaite Aiste, Modedesignerin aus Litauen, hat die weiteste Anreise und bringt ganz besondere Damenmode mit. Ebenfalls dabei: Die wunderbar detaillierten und fantasievollen Wohnmobil-Modelle von Marcus Kompauer, tierisch-kuschelige Handpuppen von Maria Barleben und handgefertigte, individuell gestaltete Unikat-Brillengestelle.

Erneut führen viele Aussteller ihre Arbeit am Stand vor, etwa der Edelsteinschleifer Rolf Schneider. Andere, wie die Marionettenspieler Marlene Gmelin und Detlef Schmelz, weisen Besucher in Geheimnisse ihrer Kunst ein. Selbstverständlich sind zur 28. Auflage auch Offenbacher Künstler vertreten.

Künstler die rustikaler arbeiten

Elsbet Wiens fertigt Spitzengebilde aus rostigem Draht und ist mit dieser Technik einmalig. Magdalene Akens macht Mode nach Maß, Ursula Dequis fertigt Objekte aus Raku-Keramik. Wolfgang Uhl produziert elegante Y-Ketten aus Stein und Perlen, Veranstalterin Ursula Merbach selbst präsentiert transparent-filigrane Textil-Accessoires.

Auch die Wiese vor der Stadthalle ist Teil des Sammelsuriums. Hier stoßen Besucher auf Künstler, die rustikaler arbeiten, Dinge für den Garten herstellen oder mit Feuer hantieren, wie etwa William Schanzer, der mit dem Schweißbrenner verspielte Kupferskulpturen formt, oder Steven Beier, der Gartenobjekte und Körperabformungen aus Sandsteinguss erstellt.

Geöffnet ist das Sammelsurium am Samstag, 8. November, 11 bis 18 Uhr, am Sonntag, 9. November, 10 bis 18 Uhr. Eintritt: vier Euro. Info: www.offenbacher-sammelsurium.de

jb

Tausende Besucher beim Zunft- und Handwerkermarkt

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Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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