Rassistische Äußerungen, Ärger um Parteigelder

Schwere Vorwürfe: AfD schmeißt Offenbacherin aus Partei

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Unübersehbar und in luftiger Höhe hatte die AfD ihre umstrittene Kandidatin in der Waldstraße plakatiert.

Das Bundesschiedsgericht der AfD hat den Parteiausschluss der Offenbacherin Christin Thüne bestätigt.

Offenbach - „Ich bin kein Mitglied der Alternative für Deutschland mehr“, teilt die Stadtverordnete mit. Derzeit hole sie anwaltlichen Rat ein und prüfe weitere juristische Maßnahmen. Ihre Zugehörigkeit zur Stadtverordnetenfraktion der Offenbacher AfD und ihre Funktion als deren Vorsitzende blieben unberührt, erklärt Thüne.

Christin Thüne

Laut Parteiengesetz seien Fraktion und Partei rechtlich und finanziell strikt zu trennen, begründet sie dies. Das Parteiausschlussverfahren gegen die 2015 in die AfD eingetretene Thüne, wurde 2017 in die Wege geleitet. Inhaltlich geht es in dem Ausschlussverfahren dem Vernehmen nach um angebliche rassistische Äußerungen Thünes. Ein inzwischen ausgetretener innerparteilicher Gegner hatte ihr auch Unregelmäßigkeiten bei der Verwendung von Parteigeldern vorgeworfen.

Bemerkenswert: Die AfD schickte sie 2018 im Wahlkreis 43 (Offenbach-Stadt) als Direktkandidatin in den Landtagswahlkampf, obwohl ein Parteiausschlussverfahren lief.

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