Erfolgsgeschichte

Diese Offenbacher Firma gehört zu den innovativsten Unternehmen Deutschlands

+
Preisverleihung in der Jahrhunderthalle Höchst: Ranga Yogeshwar (Zweiter von links) überreichte die Auszeichnung an die Antec-Chefs Roberto Careddu und Pablo Gonzalez sowie den technischen Einkaufsleiter Patrick Späth (von rechts).

Firma Antec aus Offenbach gehört zu Deutschlands hundert innovativsten Mittelständlern. Im Auswahlverfahren ausschlaggebend waren dafür die gezielten Erneuerungsprozesse in der Offenbacher Firma. 

Offenbach – Angefangen hat alles vor etwa 45 Jahren, als der inzwischen verstorbene Peter Friedrich in einem Hinterhof der Wilhelmstraße seinen Antennenbau-Kleinbetrieb einrichtete. Heute führen seine aus dem Betrieb hervorgegangenen Nachfolger im Reichertweg ein mittelständisches Unternehmen mit 85 Mitarbeitern. Eines, das überregionale Wertschätzung genießt: Die Antec Antennentechnik hat bei der 26. Ausgabe des Innovationswettbewerbs TOP 100 den Sprung unter die Besten geschafft.

In einem unabhängigen, auf einer wissenschaftlichen Systematik beruhenden Systematik bewertet TOP 100 das Innovationsmanagement mittelständischer Unternehmen und die daraus resultierenden Innovationserfolge.

Im Auswahlverfahren ausschlaggebend waren dafür die gezielten Erneuerungsprozesse in der Offenbacher Firma. Geschäftsführende Gesellschafter sind Pablo Gonzalez und Roberto Careddu, die noch unter Peter Friedrich angefangen haben.

Der historische Name des Unternehmens deckt längst nicht mehr das Angebot ab

Der historische Name Antec Antennentechnik deckt längst nicht mehr das breite Spektrum an moderner Kommunikationstechnologie ab. Zu den Kunden, bei denen Netze eingerichtet werden, gehören neben Privaten auch die im Rhein-Main-Gebiet verbliebenen Standorte der US-Streitkräfte, Kabelanbieter wie Unitymedia, Wohnungsbauunternehmen wie die Nassauische oder Vonovia. Die Hessen, so lobt die Jury der ausrichtenden Firma Compamedia, steckten viel Energie in interne Prozesse: Sie etablierten neue Abteilungen, stockten den Innendienst um ein Vielfaches auf und vergrößerten das Technikerteam.

Besonders stolz ist Chef Roberto Careddu auf ein Projekt, das mit der örtlichen Arbeitsagentur realisiert wurdee: Man bildete diverse neue Mitarbeiter zu „Breitbandkabelkommunikationstechnikern“ aus, ein Beruf der Zukunft, den es so noch gar nicht auf dem Markt gibt.

Am Reichertweg wird der Grill aufgebaut

Auch bei den Arbeitsstrukturen wurde viel geändert. Papier ist weitgehend abgeschafft. Stattdessen nutzen die Techniker bei ihrer Arbeit im Kundenunternehmen Tablets. So können sie auf alle benötigten Daten sofort zugreifen. „Das erlaubt es uns trotz unserer geringen Ressourcen viele Anschlüsse in kurzer Zeit vorzunehmen“, sagt Geschäftsführer Pablo Gonzalez.

Neue Ideen aus den Köpfen der Mitarbeiter – sie sind zwischen 25 und 55 Jahre alt – sind immer gefragt. Um diese sprießen zu lassen, wird am Reichertweg auch der Grill aufgebaut und von der Geschäftsleitung befüllt. „Jeder Mitarbeiter kann bei Bedarf Brainstormings einberufen“, sagt Careddu. Service-Leiter Mario Posabello antwortet auf die Frage, was ihm bei Antec am meisten Spaß macht: „Dass wir ein aufgeschlossener Betrieb sind, mit kurzen Wegen zur Geschäftsleitung.

Die Preisverleihung an die Offenbacher und 99 weitere deutsche Mittelstandsunternehmen erfolgte in der Frankfurter Jahrhunderthalle. Die Auszeichnungen überreichten Wettbewerbs-Mentor Ranga Yogeshwar und der wissenschaftliche Leiter des Vergleichs, Professor Dr. Nikolaus Franke.

VON THOMAS KIRSTEIN

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare