Die prägenden Bauten kommen erst noch im letzten Abschnitt

Hochhäuser als Schlusssteine

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70 Meter hoch, 20 Etagen: „Main Gate East“, heißt der Büroturm, der bis Ende 2022 im Hafen fertiggestellt sein soll. 

Obwohl die meisten Flächen inzwischen bebaut sind, wird das Hafenviertel gewissermaßen im Endspurt von den noch ausstehenden Ansiedlungen geprägt werden. 

Offenbach – So sind im Osten und im Westen jeweils rund 70 Meter hohe Büro- beziehungsweise Hoteltürme geplant, außerdem wird die Hochschule für Gestaltung (HfG) von der Innenstadt in einen Neubau im Hafen umziehen.

Mit Blick auf die geplanten Hochhäuser, deren Dimensionen vermutlich erst so richtig ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken, wenn sie einmal stehen, betont man bei der für die Hafenentwicklung zuständigen Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft (OPG): Das sei von Anfang an das Konzept gewesen. Im Übrigen ist man dort überzeugt davon, dass die repräsentativen Neubauten das Hafenviertel bereichern werden.

Neuer Büroturm geplant

So entsteht im Osten, unweit des Hafenplatzes mit „Main Gate East“ ein 70 Meter hoher Büroturm. Der Baubeginn ist für Mitte des nächsten Jahres, die Fertigstellung bis zum Jahresende 2022 vorgesehen. Bauherr ist der Aschaffenburger Projektentwickler Eyemaxx, der auch im Kaiserlei aktiv ist und dort ein Geschäftshaus in ein Hotel mit 186 Zimmern umgebaut hat.

Das Modell des Turms. 

Das Bürohochhaus mit seinen 20 Stockwerken und einer verfügbaren Büromietfläche von etwa 10600 Quadratmetern wird nach den Plänen des Architekturbüros Meixner Schlüter Wendt (MSW) gebaut. Die Frankfurter sind in Offenbach keine Unbekannten, haben sie doch das preisgekrönte Besucherzentrum des Wetterparks entworfen. Und auch für den unmittelbaren Nachbarn von Main Gate East, die Saint-Gobain Building Distribution Deutschland GmbH, zeichnet MSW architektonisch verantwortlich. Der Büroturm wird zudem Gastronomie beherbergen, im 16. Obergeschoss ist eine hauseigene Dachterrasse geplant. Rund 100 Stellplätze stehen zur Verfügung, die meisten davon im benachbarten Parkhaus.

„Das Main Gate East bildet den qualitativ hochwertigen Schlussstein am Hafenplatz“, schwärmte OPG-Chefin Daniela Matha bei Vorstellung der Architektenpläne vor einigen Wochen. Das Bürohochhaus werde ein „wichtiges Gegenstück“ zu den geplanten beiden Hochbauten des Kap auf der westlichen Inselspitze.

Weitere Bauvorhaben in Planung 

Dort ist noch Spektakuläreres vorgesehen: Die Projektentwickler Deutsche Wohnwerte und der Endinvestor Gustav Zech Stiftung bauen das Ensemble „kap-Inselspitze Hafen Offenbach“. Der Bauantrag für das Vorhaben sei in Vorbereitung, heißt es. Die äußere Spitze der Bebauung markiert ein 75 Meter hoher Hotelturm, der ein Business-Hotel der Bremer Atlantik-Gruppe beherbergen wird. Daneben soll ein 62 Meter hoher Büroturm errichtet werden, den der Nürnberger Büroflächenanbieter Design Offices betreibt. In einem weiteren Gebäude sind ein großer Fitness- und Wellness-Bereich, Läden und Gastronomie sowie eine Tiefgarage für Mieter und ein öffentlich zugängliches Parkhaus vorgesehen. Das neue Quartier wird in den von der OPG geplanten Park in den Dünen an der Inselspitze übergehen.

Die prestigeträchtigste Ansiedlung im Hafen ist in Sachen Planung am wenigsten fortgeschritten: Im April dieses Jahres kaufte das Land nach Jahren der Ungewissheit für 13 Millionen Euro im Hafen zwei Areale für einen Neubau der Hochschule für Gestaltung. Am neuen Standort stehen für die Entwicklung der HfG rund 1,5 Hektar Grundstücksfläche zur Verfügung. Voraussichtlich noch in diesem Jahr wird ein internationaler Architektenwettbewerb für den Neubau ausgelobt, mit dem die künftige Bebauung des Areals dann festgelegt werden soll. Weitere Details sind noch nicht bekannt.

VON MATTHIAS DAHMER

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