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Neubauten an zwei städtischen Kitas: Das ist geplant

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Von: Matthias Dahmer

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Das Hauptgebäude der Kita Rödernstraße weicht einem größeren zweigeschossigen Neubau.
Das Hauptgebäude der Kita Rödernstraße weicht einem größeren zweigeschossigen Neubau. © Fitzenberger

Dezernent Paul-Gerhard Weiß nennt es das „nächste Kapitel zum Thema wachsende Stadt“: Für jeweils 6,3 Millionen Euro werden die städtischen Kitas in der Brandenburger Straße in Bürgel sowie in der Rödernstraße in der nördlichen Innenstadt neu gebaut.

Offenbach – Geschuldet ist das dem gestiegenen Platzbedarf sowie dem Umstand, dass die Einrichtungen aus den 60er- und 70er Jahren nicht mehr den aktuellen Anforderungen an einen ganztägigen Kitabetrieb entsprechen. „Jede Kita, die wir anfassen, werden wir nach Möglichkeit auch erweitern“, gibt Weiß die Marschrichtung vor.

Beide Neubauten werden in der derzeit angesagten, weil schnelleren Holzmodulbauweise errichtet, im September 2020 sollen sie bezugsfertig sein. Statt bislang für jeweils fünf wird dann Platz für sieben Gruppen in den Kindergärten sein. Zur Finanzierung sind satte Fördermittel aus dem Kommunalinvestitionsprogramm des Landes (KIP I) eingeplant: Für die Brandenburger Straße ist der Förderbescheid über 5,67 Millionen Euro bereits übergeben worden, für die Rödernstraße werden rund 4,9 Millionen Euro noch erwartet.

Kita Brandenburger Straße

Sanierungspläne für die Kita 11 gibt es seit mehr als 20 Jahren. Im Mai sollen nun die ersten Arbeiten beginnen. Nach Prüfung von drei möglichen Varianten ist vorgesehen, dass neben dem bestehenden eingeschossigen Flachbau ein zweigeschossiger Holz-Neubau für rund 150 Kinder entsteht. Fast zeitgleich mit dessen Inbetriebnahme im September 2020 soll dann der Altbau abgerissen werden, sodass den Kindern die – dann neu gestalteten – Freiflächen auf dem Kita-Gelände am nördlichen Rand der Hans-Böckler-Siedlung erhalten bleiben. Wesentlicher Vorteil der gewählten Variante: Es ist keine Interimslösung, sprich vorübergehende Betreuung in Containern nötig, was Stress und Kosten spart.

Landesgeld für die Kita 11: Staatssekretärin Anne Janz übergab Dezernent Paul-Gerhard Weiß den Förderbescheid für den Neubau an der Brandenburger Straße. Mit den Kindern freute sich die Kita-Leitung Sabina Hubrich (li.) und Annett Treibert (hinten) sowie Susan Melzer-Soltani vom Eigenbetrieb Kindertagesstätten Offenbach. Foto: stadt/bg
Landesgeld für die Kita 11: Staatssekretärin Anne Janz übergab Dezernent Paul-Gerhard Weiß den Förderbescheid für den Neubau an der Brandenburger Straße. Mit den Kindern freute sich die Kita-Leitung Sabina Hubrich (li.) und Annett Treibert (hinten) sowie Susan Melzer-Soltani vom Eigenbetrieb Kindertagesstätten Offenbach. © Stadt/bg

Mit Blick auf das Aussehen des Neubaus weist Anna Heep, Bereichsleiterin Hochbau im Stadtplanungsamt, darauf hin, dass die modulare Holzbauweise Ähnlichkeiten bedingt. So gleiche das künftige Gebäude an der Brandenburger Straße sowohl der bereits bestehenden Kita in den Rumpenheimer Lachwiesen als auch dem Neubau der Kita Rödernstraße. „Holz ist nun mal der Geist der Zeit. Später einmal wird man schon beim Anblick genau wissen, in welchen Jahren die Kitas gebaut wurden“, so Heep.

Kita Rödernstraße

Für Veränderungen an der Kita 3 war zunächst eine Ausnahmegenehmigung vom Regierungspräsidium einzuholen: Die Einrichtung liegt im Verlärmungsbereich des Frankfurter Flughafens (Tagschutzzone 2), wo nicht mehr so ohne weiteres gebaut werden darf. Die bestehenden Kita-Bauten sind nach und nach gewachsen: Das Hauptgebäude stammt aus dem Jahre 1963, zwei eingeschossige Lagerräume wurden Anfang der 70er Jahre errichtet, der eingeschossige Erweiterungsbau 2006.

Geplant ist nun der Abriss von Hauptgebäude und Lagerräumen, sie werden durch einen zweigeschossigen Neubau mit direkter Anbindung an den 2006er-Erweiterungsbau ersetzt. Im Haupthaus sind künftig fünf Gruppen untergebracht, im Anbau, der bei den Baumaßnahmen nicht angetastet werden muss, bleibt es bei zwei Gruppen. Wie Projektleiterin Stefanie Tirtha-Rupp vom Stadtplanungsamt berichtet, wird man in der Rödernstraße nicht ohne eine Interimslösung auskommen. Der zeitweilige Umzug vom abzureißenden Hauptgebäude in Container auf dem Kita-Gelände soll bereits im Mai erfolgen. Die Zwischenlösung bis zum September 2020 verursacht weitere Kosten: 650. 000 Euro, die nicht über das Landesprogramm gefördert werden, sind dafür eingeplant.

Von Matthias Dahmer

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