Knotenpunkt für Paketzustellung in und um Offenbach

Zustellzentrum der Post nimmt Gestalt an - bald mehr Verkehr am Bieberer Berg

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Im Herbst soll die neue Zustellbasis der Post auf dem Areal zwischen Siemens- und Daimlerstraße fertig sein.

„Die Deutsche Post kommt mit den Bauarbeiten für ihre neue Zustellbasis gut und planmäßig voran“, kann Postsprecher Stefan Heß verkünden. Der Rahmen stehe mittlerweile und lasse das neue Gebäude bereits erahnen.

Offenbach – An Daimler- und Benzstraße am Fuß des Bieberer Bergs entsteht in unmittelbarer Nachbarschaft zum ESO eine 1400 Quadratmeter große Halle mit mehr als 30 Toren. Das gesamte Grundstück umfasst 10.000 Quadratmeter. Voraussichtlich in diesem Herbst werden bis zu 90 Mitarbeiter, davon rund 60 Paketfahrer, einziehen, die derzeit noch auf die Standorte Hanau, Obertshausen und Frankfurt-Fechenheim verteilt sind. „Dann wird die neue Basis der zentrale Knotenpunkt für die Paketzustellung der Deutschen Post in und um Offenbach“, sagt Stefan Heß.

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Was der Postsprecher als positive Nachricht verstanden wissen will, dürfte bei den Anwohnern von Daimler- und vor allem Bieberer Straße nicht so gut ankommen. Wird doch durch das neue Verteilzentrum der Transporter-Verkehr zunehmen. Die 60 Zusteller werden über Daimlerstraße und Bieberer Straße beziehungsweise Lämmerspieler Weg morgens mit ihren Fahrzeugen hinaus und am Nachmittag wieder hinein fahren. Hinzu kommt die Anlieferung der Postsendungen aus Deutschlands größtem Paketzentrum in Obertshausen, die bis spätestens um 6 Uhr morgens erfolgen muss.

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Daimler- und Bieberer Straße: Zusätzlicher Verkehr in Offenbach

Postsprecher Heß ist bewusst, dass der zusätzliche Verkehr nicht unbedingt auf Gegenliebe stoßen wird. Doch in der Marienstraße, wo die Zustellbasis bislang beheimat war, seien die Lkw durch ein Wohngebiet gerollt. Beim neuen Standort handele es immerhin um ein Mischgebiet mit weiteren gewerblichen Nachbarn. Dabei muss man sich langfristig wohl auf noch mehr Verkehr einstellen. In Zeiten des Online-Handels nimmt das Geschäft mit den Paketen zu. Heß: „Wir haben Wachstumsraten von fünf bis sieben Prozent pro Jahr.“

Noch mehr Dieselstinker auf Bieberer- und Unterer Grenzstraße – durchkreuzt das nicht die millionenschweren städtischen Bemühungen für bessere Luft, die gerade in diesem Bereich besonders belastet ist? Verkehrsdezernent Paul- Gerhard Weiß räumt ein, dass eine gewisse Belastung wohl nicht zu vermeiden sei. Ob diese tatsächlich die maßgeblichen NOx-Werte beeinflusse, müsse geprüft werden. Unter dem Aspekt der Verkehrsmenge, den man im Zuge des Bauantrags untersucht habe, sei das Vorhaben jedenfalls als unproblematisch eingestuft worden.

Der Dezernent weist ebenso wie die Post darauf hin, dass das Quartier um den Standort Marienstraße vom Verkehr entlastet sei. Zudem sei im städtischen Masterplan festgelegt worden, das Gelände zwischen Siemens- und Daimlerstraße als Gewerbeflächen zu nutzen.

VON MATTHIAS DAHMER

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