Informationen über Berufsperspektiven

Messe Vocatium Rhein-Main lockt tausende Schüler

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Über Ausbildungsberufe und Studiengänge können sich junge Leute bei der 8. Vocatium Rhein-Main in der Messe Offenbach informieren.

Offenbach - Firmen in der Region fällt es schwer Lehrstellen zu besetzen. Auch deshalb suchen sie bei der Messe Vocatium in Offenbach Kontakt zu Jugendlichen. Von Marc Kuhn 

Reger Andrang in der Messe Offenbach: Tausende junge Leute haben sich gestern bei der 8. Vocatium Rhein-Main über Ausbildungs- und Studiermöglichkeiten informiert. Heute werden ebenfalls zahlreiche Schüler erwartet. Insgesamt kommen mehr als 4 000 Jugendliche. Das sei ein Rekord, sagte Claudia Merk vom Institut für Talententwicklung (IfT) aus Schwalbach, das die Vocatium veranstaltet, gestern in Offenbach. Etwa 70 Schulen aus Hessen beteiligen sich an der Ausbildungsmesse, rund zehn kommen aus Offenbach. Unter den etwa 90 Ausstellern sind knapp 50 Unternehmen, fast 30 Hochschulen und Akademien sowie Beratungsinstitutionen, Verbände und Kammern. Von einer Messe mit regionalem Bezug sprach Offenbachs Bürgermeister Peter Schneider. „Das ist schon eine große Messe“, erklärte Martina Czerwinski, Geschäftsführerin von IfT West. In ihrem Zuständigkeitsbereich werden von den Institut 16 Messen veranstaltet, in ganz Deutschland sind es 65.

Unter den Ausbildungsmessen habe die Vocatium das beste Konzept, sagte Alexander Uhlisch, Lehrer und Koordinator der Berufs- und Studienorientierung an der Rudolf-Koch-Schule in Offenbach. In einem Messehandbuch können sich die Schüler über Berufsperspektiven im Rhein-Main-Gebiet informieren. Mitarbeiter des IfT beraten die jungen Leute in den Schulen, wie Merk berichtete. Sie vereinbaren auch bis zu vier Gesprächstermine für sie an den Ständen auf der Messe. Die Jugendlichen können aber auch spontan Firmen oder Verbände ansprechen. Die Messe kann auch heute noch in der Zeit von 8.30 bis 14.45 Uhr ohne einen Termin von Jugendlichen besucht werden. Nach der Veranstaltung werde im Unterricht mit den jungen Leuten über ihre Erfahrungen bei den Terminen gesprochen, erläuterte Simone Batton-Strasser von der Falkschule aus Frankfurt.

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Nach ihren Worten kennen Schüler etwa zehn Ausbildungsberufe, es gibt aber fast 400. Die Messe biete ihnen eine Chance, ihren Horizont zu erweitern. Auf der Vocatium könnten Jugendliche eine erste Hürde überwinden und mit Unternehmen ins Gespräch kommen, sagte Thomas Iser, Chef der Agentur für Arbeit Offenbach. Die Messe gebe den Schülern Orientierung, ergänzte Uhlisch. Oberstabsfeldwebel Frank Pieters berichtete, erfahrungsgemäß bewerbe sich jeder 25. Teilnehmer der Vocatium.

Deshalb nimmt auch die Bezirksgruppe Offenbach und Osthessen des Arbeitgeberverbands Hessenmetall an der Messe teil. In der Branche könnten Lehrstellen teils nicht besetzt werden, erklärte ihr Geschäftsführer Hans-Joachim Jungbluth. „Wir müssen darstellen, dass es nicht um typische Blaumann-Jobs geht.“ So würden beispielsweise Maschinenführer bei ihrer Arbeit viel programmieren.

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