Oberbürgermeister erkennt „soziale Härten“

Offenbach kippt Zwangsverrentung

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Offenbach - Nach unserer Berichterstattung über das von der Stadt Offenbach geplante Abschieben älterer Mitarbeiter von der Altersteilzeit in die Rente mit 63 hat man im Rathaus heute das umstrittene Vorhaben gekippt.

„Aufgrund sich abzeichnender sozialer Härten für einzelne Betroffene“ habe man sich zu diesem Schritt entschieden, begründete Personaldezernent und Oberbürgermeister Horst Schneider den Rückzieher. Wie berichtet, wären elf Mitarbeiter – vorwiegend aus unteren Lohngruppen – von der Regelung betroffen gewesen. Sie hätten erhebliche Einbußen bei der Rente hinnehmen müssen. Einige hatten bereits vorm Arbeitsgericht gegen die Stadt geklagt.

Das Personalamt hatte sich Einsparungen von 700.000 Euro bis zum Jahr 2019 versprochen und darauf verwiesen, unter dem Schutzschirm des Landes weitere Personalkosten sparen zu müssen. „Diese langfristigen Einsparungen sind in Bezug auf den sozialen Schaden, den die zweifellos rechtmäßige Änderung der tariflichen Altersteilzeitverträge für einzelne Betroffene bedeutete, letztlich nicht verhältnismäßig“, betonte Schneider gestern nach einer Versammlung des Gesamtpersonalrats. Für die elf Mitarbeiter, die sich in der passiven Phase ihrer Altersteilzeit befinden, bleibt damit alles beim Alten: Sie werden wie geplant mit 65 in Rente gehen.

mad

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