Anwohner befürchten Beeinträchtigungen

Kritik an Plänen für Moschee-Neubau

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Nachbarn, die bei einem nur für sie veranstalteten Infoabend dabei waren, haben den auf eine Leinwand projizierten Entwurf bildlich festgehalten.

Offenbach - Bei der Beschreibung dessen, was als Neubau der Mevlana-Moschee in der Sandgasse geplant ist, hat die von uns befragte Moscheegemeinde – höflich formuliert – untertrieben.

Nachbarn, die bei einem nur für sie veranstalteten Infoabend dabei waren, haben den auf eine Leinwand projizierten Entwurf bildlich festgehalten und zitieren Vertreter der Gemeinde, wonach ein 23 Meter hoher Kuppelbau für bis zu 1000 Gläubige entstehen soll. In einer Tiefgarage seien gerade mal 23 Stellplätze geplant. „Die Bedenken der Anwohner waren deutlich, gerade in Bezug auf Größe, Beeinträchtigung durch Lärm und Parkplatznotstand“, so ein Anwohner. Zumal derzeit zu den Gebetszeiten im Umkreis schon alles zugeparkt werde.

Stadtsprecher Fabian El-Cheikh bestätigt, dass eine Bauvoranfrage der Moscheegemeinde bereits 2016 „mit einem Katalog offener Fragen“ positiv beschieden worden sei. Grundlage seien damals aber die Pläne eines anderen Architekten gewesen. Maßgeblich bei der Genehmigung sei unter anderem gewesen, dass der Bau nur in Ausnahmefällen von 500 Leuten genutzt wird. Grundsätzlich sei die Moschee auch in den jetzt vorgestellten Dimensionen als Sonderbau genehmigungsfähig. Die Details, wie etwa Lärmschutz, Parkplätze und Ähnliches müssten aber im Bauantragsverfahren geklärt werden. (mad)

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