„Mission Olympic“ am Pranger der Steuerzahler

Offenbach landet im Schwarzbuch

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Offenbach/Berlin - Die Stadt Offenbach hat es mit dem finanziellen Desaster rund um die Veranstaltung „Mission Olympic“ ins „Schwarzbuch“ des Steuerzahlerbundes geschafft.

Dort werden alljährlich die besonders gravierenden Fälle von sorglosem Umgang mit Steuergeldern, von Misswirtschaft und Fehlplanungen in Deutschlands Städten und Gemeinden angeprangert.

Das Offenbacher Beispiel zeige, wohin Organisations- und Kontrolldefizite in einer Kommune führen können, begründete der Steuerzahlerbund die Wahl der Lederstadt. Im Jahr 2013 war Offenbach Finalort bei dem vom Deutschen Olympischen Sportbund und einem Getränkehersteller ausgelobten Städte-Wettbewerb „Mission Olympic“. Mittels zahlreicher Veranstaltungen sollten die Bürger zu mehr Bewegung animiert werden. Ursprünglich sollte der Wettbewerb bei der Stadt keine Kosten verursachen und durch eine Anschubfinanzierung sowie Sponsoren finanziert werden. Doch die Sponsorengelder blieben aus, während die Kosten explodierten. Unter dem Strich blieb ein Minus von 295 000 Euro.

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Mit dem „Schwarzbuch“ will die Vereinigung für das Thema Verschwendung sensibilisieren. Es handelt sich dabei um eine Auflistung von Einzelfällen, etwa auf Basis von Presseberichten.

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