Tag der offenen Tür

Leibniz- führen Grundschüler

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Biologieuntericht mit dem Mikroskop: Darauf können sich die aktuellen Viertklässler und angehenden Gymnasiasten schon freuen. - Foto: Georg Einblick in ihre mögliche künftige Lehranstalt erhielten Viertklässler bei einem Tag der offenen Tür in Alt- und Neubau des Leibnizgymnasiums.

Offenbach - Einblick in ihre mögliche künftige Lehranstalt erhielten Viertklässler bei einem Tag der offenen Tür in Alt- und Neubau des Leibnizgymnasiums. Von Katharina Hempel 

Die Schutzbrille ist Julius zu groß, er experimentiert mit zusammengedrückten Nasenflügeln. Der Zehnjährige nutzt den Tag der offenen Tür der Leibnizschule, um die Fächer Chemie und Nawi (Naturwissenschaften) kennen zu lernen. „Das Experiment mit der Geheimschrift aus Zitronensaft hat mir am besten gefallen, aber ich weiß noch nicht, ob ich nach den Sommerferien an diese Schule wechseln möchte“, näselt der Viertklässler aus Fechenheim.

Anna und Tobias sowie die besten Freunde Luis und Kevin würden gern an einer der vier Mitmach-Stationen forschen. Aber sie haben keine Zeit. Sie haben sich der Gruppe „Schüler führen Schüler“ angeschlossen und ein üppiges Programm vor sich.

„Wir haben uns vorher getroffen und besprochen, was wir den Besuchern zeigen und wo wir lang gehen. Ich bin ein bisschen aufgeregt, aber es geht“, gesteht Maiward. Der 13-Jährige führt die Neuen mit seinen Klassenkameraden Beverly und Elvis durch Gänge und Gebäude.

„Ein bisschen komisch“

Gerade trotten sie durch den Neubau des Gymnasiums mit 1250 Schülern. Im Nawi-Labor legen sie keinen Zwischenstopp ein. Die Achtklässler vertrösten ihre Gruppe auf einen Besuch im Chemie-Leistungskurs. Unterdessen schließt Beverly einen Raum auf. „Hier haben wir Unterricht“, sagt die 15-Jährige. Sie zeigt auf eine weiße Tafel und erklärt: „Das ist ein Smartboard. Es funktioniert wie ein Computerbildschirm und lässt sich mit dem Finger bedienen. Was wir darauf schreiben, lässt sich auch speichern.“

Luis schüttelt den Kopf: „Das finde ich ein bisschen komisch.“ Auch Tobias ist von den technischen Finessen an seiner künftigen Schule noch nicht überzeugt. „Wir haben eine ganz normale Tafel zum Aufklappen und ein Whiteboard. Aber das kann man nicht mit dem Finger bedienen“, zieht der Achtjährige einen Vergleich.

Durch Mediathek und Aula zieht die Gruppe weiter. „Da gibt es Schließfächer, so dass ihr nicht die ganze Zeit all eure Bücher mit euch rumschleppen müsst“, erläutert Beverly. „Dort könnt ihr in Ruhe lernen. Es ist sogar fast schalldicht“, ergänzt Maiward und zeigt einen kleinen Raum mit Glaswänden.

Roboter im Unterricht

Anna gefällt’s. „Ich bin mir sicher, dass ich zur fünften Klasse an diese Schule wechsle“, sagt die Neunjährige. „Mein Lieblingsfach ist Mathe, aber ich bin gespannt auf neue Fächer wie Erdkunde oder Biologie. Und auf Englisch, das wähle ich als erste Fremdsprache.“ Die Leibnizschule hat auch den zehn Jahre alten Kevin überzeugt: „Mir gefällt es sehr gut und ich freue mich auf Chemie, weil ich da coole Sachen zusammenmischen kann.“

Einen Vorgeschmack bekommt er sofort. Die Schülergruppe ist am Chemielabor angekommen. Es riecht verkohlt, angehende Abiturienten wuseln in weißen Kitteln umher. „Wir zünden ein Gemisch aus Eisenoxid und Aluminium an, daraus entsteht flüssiges Eisen“, erklärt Versuchsleiter Riccardo. Er hält die Flamme in einen Tontopf, Funken sprühen wie bei einer Wunderkerze. Die Augen der Grundschüler glänzen. Der Besuchstag hat sich mit Sicherheit in ihr Gedächtnis gebrannt.

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