Im Jahr 2014

Mainarbeit zahlte 2,4 Millionen Euro für Notunterkünfte

Die Zahl derjenigen, die 2014 in Notunterkünften untergebracht werden mussten, ist besonders in der zweiten Jahreshälfte gestiegen. Als Herbergen dienen mangels Alternativen zunehmend Hotels. Die Grafik in Großansicht.

Offenbach - Es ist die Kehrseite des derzeit boomenden und damit enger werdenden Offenbacher Wohnungsmarkts: Für wohnungslose Empfänger staatlicher Transferleistungen wird es immer schwerer, eine feste Bleibe zu finden.

Deshalb steigt die Zahl derer, die in Notunterkünften – zu denen durchaus renommierte Hotels zählen können – untergebracht werden müssen. Und sie müssen immer länger dort bleiben. Die Verweildauer in den Einrichtungen habe sich signifikant erhöht, sagt Matthias Schulze-Böing, Chef der Mainarbeit. Im vergangenen Jahr hat seine Behörde für insgesamt 137 268 Übernachtungen im Durchschnitt 17,65 Euro pro Übernachtung ausgegeben. Gesamtkosten: 2,4 Millionen Euro.

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Koordiniert wird die Belegung von der Zentralen Vermittlung von Unterkünften des Evangelischen Vereins für Wohnraumhilfe (ZVU) mit Sitz in Frankfurt. Waren es 2013 pro Monat durchschnittlich 374 Leistungsberechtigte, die von der ZVU in Offenbacher Hotels oder Gemeinschaftsunterkünften untergebracht wurden, so stieg die Zahl insbesondere in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres auf fast 400 pro Monat (siehe Grafik).

Priorität bei den Unterbringungsmöglichkeiten, sagt Matthias Schulze-Böing, hätten die kostengünstigeren Gemeinschaftsunterkünfte. In den Hotels versuche man die Verweildauer möglichst kurz zu halten.

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mad

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