Offenbach

Maskenpflicht-Schilder zerstört ‒ Stadt Offenbach setzt Belohnung für Hinweise aus

Unverkennbar die gleiche Handschrift: Maskengegner haben am Wilhelmsplatz und in der nördlichen Herrnstraße zugeschlagen.
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Unverkennbar die gleiche Handschrift: Maskengegner haben am Wilhelmsplatz und in der nördlichen Herrnstraße zugeschlagen.

In Offenbach sind Schilder, die auf die Maskenpflicht hinweisen, beschmiert und zerstört worden. Der bisherige Schaden wird auf mehrere Tausend Euro geschätzt.

Offenbach – Militante Gegner der Maskenpflicht beschmieren und zerstören in Offenbach Hinweisschilder und Banner. Ein Täter ist nach Zeugenangaben zwischen 40 und 50 Jahre alt und hat bei erster Sichtung eine dunkle Jacke sowie eine Mütze getragen. Ob es sich um einen Einzeltäter handelt oder er einer Gruppe angehört, ist offen. Auf jeden Fall setzen er und möglicherweise Mittäter um, was sie für gerechtfertigten Widerstand halten: Sie zerstören und beschmieren, Schilder, Plakate und Banner, die in der Offenbacher Innenstadt zum Tragen eines Mund- und Nasenschutzes auffordern.

Längst ist die Geduld bei der Stadt und ihrer Tochterfirma am Ende: Nun setzt der Stadtdienstleister ESO auch eine Belohnung von bis zu 500 Euro für Tipps aus, durch die sachbeschädigende Corona- und Pandemie-Leugner identifiziert und erwischt werden können.

Zerstörung in Offenbach: Täter wollen Ablehnung der Corona-Maßnahmen ausdrücken

Insbesondere im Bereich des Wilhelmsplatzes, am Stadthof, an der Herrnstraße sowie an der Berliner Straße werden weiterhin die Hinweise auf Maskenpflicht und Abstandsgebot mit einer roten Farbe durchgestrichen oder durch Zerfleddern unlesbar gemacht. Potenziell gefährlich für den Straßenverkehr ist das wiederholte Ab- und Zerreißen von Hinweis-Bannern an der Fußgängerbrücke über der Berliner Straße an der Volkshochschule.

Die Stadt kann davon ausgehen, dass die verantwortliche Person oder die Personen damit ihre Ablehnung zu den Corona-Auflagen ausdrücken wollen. Von deren Befolgung entbinden die Folgen des Vandalismus’ allerdings nicht. Das Ordnungsamt weist darauf hin, dass die beschädigten Hinweisschilder nicht die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung (MNB) gemäß der aktuell gültigen Corona-Verordnung des Landes außer Kraft setzen.

Frank Weber, Vizechef des Ordnungsamts, bittet alle, die in der Innenstadt unterwegs sind, insbesondere Anwohner, abends und nachts aufmerksam zu sein und Verdächtiges unverzüglich der Polizei unter der Rufnummer 110 zu melden.

Schilder in Offenbach mit Farbe besprüht: Schaden von 2.000 Euro

Vor einigen Tagen hatte die Polizei bereits die eingangs zitierte Beschreibung eines möglichen Täters mittleren Alters veröffentlicht. Passanten hatten ihn am vergangenen Mittwoch gegen 21.35 Uhr der Polizei gemeldet, als er sich auf dem Aliceplatz an Schildern zu schaffen machte. Einer Polizeistreife konnte er entkommen. Insgesamt waren in der Fußgängerzone acht Schilder mit roter Farbe besprüht worden. Der Schaden allein dieser Aktion wird auf 2.000 Euro geschätzt.

Der stellvertretende Ordnungsamtsleiter Weber verdeutlicht: „Es sind nicht nur die Materialschäden, die tägliche Entfernung der Schmierereien macht den Kolleginnen und Kollegen beim Stadtservice und der Kulturverwaltung viel Arbeit.“ Zeugen können sich an das 2. Polizeirevier wenden unter der Telefonnummer 069/8098-5200. (tk)

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