Bauprojekte in Offenbach

Die Fördergelder fürs Nordend sind da – nur fehlt es an Personal

Offenbach: Der Goethering (Mai 2018) ist als Fortführung des Anlagenrings nur provisorisch ausgebaut.
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Offenbach: Der Goethering (Mai 2018) ist als Fortführung des Anlagenrings nur provisorisch ausgebaut.

Für das Nordend und die südliche Innenstadt in Offenbach sind etliche Baumaßnahmen geplant. Die Stadt Offenbach steht aber vor mehreren Hürden. Eine ist besonders hoch. 

Offenbach – Selbst als geneigter Beobachter der Lokalpolitik verliert man aktuell etwas den Überblick, wer welches Bauprojekt aus welchen Fördertöpfen unterstützt. Wiesbaden hat Offenbach allein in jüngster Zeit unter den Stichworten „Zukunft Stadtgrün“, „Sportland Hessen“, „Stadtumbau in Hessen“, „Aktive Kernbereiche in Hessen“ oder „Ausgleich für Fluglärm“ beglückt und diverse Vorhaben in der Stadt gefördert. Jetzt fließt wieder Geld aus dem Hessen-Topf „Soziale Stadt“.

Dieser zielt darauf ab, „strukturschwache Stadt- und Ortsteile zu stabilisieren und aufzuwerten“. Es setzt dabei besonders auf die Beteiligung der Bürger bei der Erstellung integrierter städtebaulicher Entwicklungskonzepte, fördert aber auch die daraus abgeleiteten investiven Maßnahmen wie Bürgerzentren, Stadtgestaltung oder die Anlage öffentlicher Plätze, wie Wirtschafts- und Wohnungsbauminister Tarek Al-Wazir mitteilt.

Offenbach: Fürs Nordend sind 2,97 Millionen Euro vorgesehen

28,3 Millionen Euro verteilt sein Ministerium im Hessenland. Ein erklecklicher Teil fließt nach Offenbach: fürs Nordend sind 2,97 Millionen Euro vorgesehen, für die südliche Innenstadt 158.000 Euro. Bleibt die Frage: Für was? Die Mittel waren von der Stadt beantragt worden für die Programmgebiete Hegiss-Nordend und Hegiss-Südliche Innenstadt (= Hessische Gemeinschaftsinitiative soziale Stadt). „Grundsätzlich angedacht sind etliche Maßnahmen in den Gebieten“, heißt es aus der Stadtverwaltung.

Konkreter kann es zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht benannt werden, „da es aufgrund der vorhandenen (eher: nicht vorhandenen) Personal-Kapazitäten bei der Stadtplanung derzeit „immer wieder zu Verschiebung einzelner Maßnahmen kommt“. Bedeutet: Man wird jetzt eruieren, welche Maßnahme prioritär angegangen wird. Und dafür werden diese hessischen Fördermittel verwendet.

Offenbach: Im Nordend sollte Goethering ausgebaut werden

Im Nordend war ursprünglich der Ausbau des Goetherings vorgesehen. Es könnte eine alte Idee wiederbeleben: Der ursprüngliche Plan des Anlagenrings sah nach 1900 vor, die Grünanlagen als Art Ring beidseits bis zum Main zu führen. Dies konnte insbesondere wegen der bestehenden Industriebetriebe aber nicht verwirklicht werden. Aufgegriffen wurde die Idee im lokalen Projekt „Grünring vom Main zum Main“, an dessen Umsetzung und Festigung seit Ende der 1990er Jahre gearbeitet wird.

Die dazu notwendigen Maßnahmen am Goethering wurden indes zeitlich nach hinten verlegt aufgrund der längeren Bauzeit des Kaiserlei-Umbaus und des Großvorhabens der CG-Gruppe, die den ehemaligen KWU-Bürokomplex an der Berliner Straße zum Stadtquartier mit Wohn- und gewerblich genutzten Gebäuden (Projektname: Vitopia) umbaut.

Offenbach: Goethering als Bindeglied zwischen dem Nordend und Kaiserlei

Im Rathaus ist mittlerweile die Entscheidung getroffen worden, dass man erst im Anschluss den Goethering anfasst, der laut Masterplan als Teil  des Anlagenrings künftig das passende Bindeglied zwischen dem Nordend und Kaiserlei sein soll. Grund für den zeitlichen Aufschub: „Wir wollen die verkehrliche Situation dort nicht zusätzlich belasten.“ Zudem ist zu klären, was mit den gut frequentierten Parkplätzen passiert.

Verfallen dann aber nicht die Hessen-Gelder an dieser Stelle? Offenbar nicht. „Gegebenenfalls werden nun andere Projekte im Nordend angegangen. Die Fördermittel können aber auch eine Zeit lang ,geparkt’ werden.“

von Martin Kuhn

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