CDU schlägt alternativen Standort für Schulcontainer vor

„Messeparkplatz steht ebenfalls zur Verfügung“

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Um das künftige Platzproblem zu zeigen, haben die Schillerschüler die Fläche, die die Container benötigen, abgesperrt.

Offenbach  -„Die Goetheschüler drei Jahre auf dem Hof der Schillerschule unterzubringen, bis die Hafenschule fertig ist, kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein“, meint CDU-Fraktionschef Peter Freier.

„Da müssen der Magistrat sowie die Koalitionsfraktionen von SPD, Grünen und Freien Wählern nochmal grundlegend neu denken und dabei über den Tellerrand blicken.“ Scharfe Kritik übt Freier am gesamten Verfahren. Es könne nicht sein, dass der Magistrat so etwas im Hinterzimmer mit den Koalitionsfraktionen auskungele und die übrigen Fraktionen sowie die Schulen und die Öffentlichkeit vor vollendete Tatsachen stelle. Der Parlaments-Ausschuss Kultur, Schule und Sport sei nicht ordentlich informiert worden. „Transparentes Handeln sieht anders aus“, so Freier.

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Als möglichen Alternativstandort für die Containerlösung bringt er die als Messeparkplatz genutzte Fläche am Nordring ins Gespräch. „Da die Containerschüler eigentlich der Hafenschule zuzuordnen sind, könnte zum Beispiel geprüft werden, ob der Messeparkplatz zwischen EVO-Kohlelager und Hafen 2 als Standort in Frage kommt. Das Areal steht grundsätzlich zur Verfügung, und die Messe hat selbst bei großen Messen nur Bedarf an einem kleinen Teil der Parkfläche“, gibt Freier zu bedenken. Für die Container müsse sowieso eine komplette Infrastruktur (Wasser, Strom, Abwasser) aufgebaut werden, auch auf dem Schillerschulhof, so dass dies kein Ausschlusskriterium sein könne. Das Gelände sei darüber hinaus bereits umzäunt, so dass die Sicherheit der Schüler baulich gewährleistet sei.

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Die Containerschule könne mit dem Hof zum Main hin ausgerichtet werden, so dass der Verkehr auf dem Nordring kein Problem darstelle. Und die Lärmproblematik lasse sich durch provisorische Schallschutzmaßnahmen lösen, „da sollten sich die Fachleute Gedanken machen“. Mit dem benachbarten Hafen 2 bestehe eventuell die Möglichkeit, eine Versorgung der Schüler sicherzustellen, hofft Freier.

Erklärungsbedürftig ist für den CDU-Mann die Tatsache, dass der Magistrat erst so spät mit einer Problemlösung für den neuen Stadtteil im alten Hafen aufwarte. Schließlich seien die Schülerzahlen im Schulbezirk Nordend und die damit einhergehende Problemlage an der Goetheschule schon lange bekannt. Wirklich überrascht von der Entwicklung könne der Magistrat nicht sein, schließlich seien die Geburtenzahlen in diesem Bezirk ebenfalls längst bekannt, so dass die Schülerzahlen mit sechs Jahren Vorlauf planbar seien.

„Es hätte also im Auftrag des Magistrats längst eine Lösung seitens der Verwaltung erarbeitet werden müssen. Warum das so spät und mit hohem Zeitdruck geschieht, muss der Magistrat den Stadtverordneten und der Öffentlichkeit erklären“, findet Freier. 

mt

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