Büro-Hochhaus

Bis zu 75 Meter hohe Gebäude entstehen am Hafen

Wo das Hochhaus wachsen soll, stehen im Moment noch Baucontainer. Am östlichen Rand des Hafenplatzes will der Düsseldorfer Projektentwickler 6B47 Germany GmbH ein bis zu 70 Meter hohes Bürogebäude errichten.
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Wo das Hochhaus wachsen soll, stehen im Moment noch Baucontainer. Am östlichen Rand des Hafenplatzes will der Düsseldorfer Projektentwickler 6B47 Germany GmbH ein bis zu 70 Meter hohes Bürogebäude errichten. 

Offenbach - Herbstzeit ist Messezeit. Während viele auf die weltgrößte Nabelschau der Literatur in Frankfurt blickt, schielen die Bauexperten nach München. Auf der Expo Real präsentiert die OPG erstmals Pläne für ein neues Büro-Hochhaus am Hafenplatz.

Ältere Offenbacher erkennen ihren Hafen mit seinen ehemals gut 65 Hoch- und 35 Erdtanks nicht wieder. Die Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft (OPG) hat die ehemalige Industrieanlage revitalisiert und verwandelt in „ein lebendiges, urbanes Quartier mit einer spannenden Mischung aus Wohnen und Arbeiten, Bildung und Kultur, Sport und Freizeit“. Dabei wurde der damalige Stadtwerke-Chef Joachim Böger Anfang der 2000er Jahre teils milde belächelt, als er das Offenbacher Hafen-Projekt erstmals auf der Expo vorstellte.

Mittlerweile ist die Offenbacher Delegation auf der Expo Real, Internationale Fachmesse für Immobilien und Investitionen, offenbar ein gern gesehener Gast. „Hafen Offenbach – für unternehmerischen Weitblick“ lautet das Thema einer Podiumsveranstaltung, zu der die OPG in München einlädt. Mit dabei sind Oberbürgermeister Felix Schwenke, OPG-Geschäftsführerin Daniela Matha, Gunnar Ohlenschläger, Inhaber des Restaurantschiffs Backschaft, und Kai-Uwe Ludwig, Vorsitzender der Geschäftsführung & CEO 6B47 Germany GmbH.

Letztgenannter ist aus gutem Grund zum Gespräch geladen. Er stellt mit den Stadt-Verantwortlichen erstmals die Pläne für ein neues Büro-Hochhaus am Hafenplatz öffentlich vor – daher ist die Kombination aus „Weitblick“ und „Hafen“ durchaus wörtlich zu nehmen. Architektonisch markante, teils bis zu 75 Meter große Hochbauten am westlichen und östlichen Ende der Maininsel werden die „spektakulären Schlusspunkte“ des gut 26 Hektar großen Areals bilden.

Am Hafenplatz, zwischen Mikro-Apartments im Main Atrium und Deutschlandzentrale des Baustoffhandelsunternehmens Saint-Gobain hat der Projektentwickler 6B47 (gesprochen: „six before seven“) rund 2 800 Quadratmeter Baugrund. Die deutsche Tochter der österreichischen 6B47 Real Estate Investors AG will am östlichen Rand Hafenbebauung ein bis zu 70 Meter hohes Bürogebäude (Vergleich: das Rathaus misst 72 Meter) errichten.

Der „Mainhafentower“ mit 13.600 Quadratmetern Bruttogrundfläche soll bis 2025 Raum für rund 250 Arbeitsplätze bieten und sich mit einer „klaren Formensprache in die hochwertige Hafen-Architektur“ einfügen. Dazu soll bis zum Frühjahr 2019 ein Architektenwettbewerb mit fünf ausgewählten Bewerbern ausgeschrieben werden. In der Jury sitzen auch Vertreter von Stadt und OPG.

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Deutlich weiter: Unmittelbar neben Saint-Gobain wird Anfang 2019 als erster gewerblicher Eigennutzer die Haack Partnergesellschaft ihr siebengeschossiges Büro- und Wohngebäude „Mainblick“ beziehen und im Hafen expandieren. Mit ihren rund 70 Mitarbeitern zählt die Unternehmensgruppe zu den größten Kanzleien Offenbachs.

Ebenfalls auf Expansion stehen die Zeichen bei der „Werbeagentur taste! food & beverage communication“. Die Spezialisten in Sachen Essen und Trinken setzen auf ein ungewöhnliches Bauherrenmodell und haben sich mit Architekten und Entwicklern zu einer Bauherrengemeinschaft zusammengeschlossen, die bis 2020 auf der Hafeninsel das fünf- bis sechsgeschossige „Lofthaus Molenpark“ errichten will. Der Bauantrag ist gestellt.

Unterdessen bereiten der Projektentwickler Deutsche Wohnwerte und Endinvestor Gustav Zech Stiftung den Bauantrag für das „Kap“ auf der Inselspitze vor. Das aus drei „Hochpunkten“ bestehende Quartier mit den Ankernutzern Atlantic Hotelgruppe und Design Offices mit ihren innovativen Arbeitswelten bilden den „krönenden Schlusspunkt“ der Hafenentwicklung im Westen. Das sind ein 75 Meter hoher Hotelturm, ein 62 Meter hoher Büroturm sowie ein 40 Meter hohes Gebäude. (mk)

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