Große Oper im kleinen Format auf der Straße

Mozarts „Entführung aus dem Serail“ am Wilhelmsplatz

Offenbach - Große Oper auf der Straße bei freiem Eintritt: Wolfgang Amadeus Mozarts Meisterwerk „Die Entführung aus dem Serail“ ist am Mittwoch, 15. Juli, um 16 Uhr live und unverstärkt als Straßenoper mit professionellem Sängerensemble und Kammerorchester auf dem Wilhelmsplatz zu erleben; unter freiem Himmel, Fluglärm hin oder her.

 Diese Aufführung spendiert die Internationale Stiftung zur Förderung von Kultur und Zivilisation aus München, die sich fürs Musizieren von Mozarts Musik mitten im Leben einsetzt. Bei schlechter Witterung steigt die Veranstaltung in der Stadtkirche an der Herrnstraße 44. Die Stiftung zur Förderung von Kultur und Zivilisation wurde 1995 vom Münchner Unternehmer Erich Fischer gegründet. Mit der „Oper für jedermann“ will sie in ungewöhnlicher, lockerer Atmosphäre klassische Musik auf hohem Niveau präsentieren. Ziel ist, ein Publikum dafür zu interessieren, das sonst eher nicht in Konzertsälen zu finden ist. Offenbachs Innenstadt mag sich dazu eignen; spielt die „Entführung“ doch unter Türken...

Zuhören kann jeder, der Zeit und Lust hat, gezielt kommt oder gerade zufällig vorbei geht. Bewusstes Vorbeikommen ist ebenfalls im Sinne der Erfinder. Die „Oper im Taschenbuchformat“ soll Werke authentisch und direkt erlebbar machen: Ein Instrumentalquintett als Orchester und fünf Sänger bringen alle wesentlichen Arien und Ensembles auf die Bühne. Darüber hinaus erklärt die publikumsnahe Moderation die gesamte Handlung und bietet sowohl für Anfänger als auch für Geübte jeden Alters Interessantes zum Werk, den Figuren und dem Komponisten.

In den Jahren 2007 bis 2014 gab es bereits mehr als 200 Aufführungen mit Taschenbuchversionen der Opern „Die Zauberflöte“ und „Don Giovanni“ (beide Mozart), „Carmen“ (Georges Bizet), „La Traviata“ (Giuseppe Verdi), „Der Freischütz“ (Carl Maria von Weber), „Rienzi“ „Richard Wagner) sowie „La Boheme“ (Giacomo Puccini).

Die Stiftung ist mit ihrer Musik auf Rädern erstmals in Offenbach zu Gast. Mitwirkende sind Agnes Preis (Konstanze), Cordula Schuster (Blondchen), Harrie van der Plas (Belmonte), Florian Richter (Pedrillo) und Marcus Weishaar (Osmin). Im Instrumentalensemble musizieren Anton Roters und Tanja Conrad (Geigen), Alexander Spreng (Violoncello), Georg Roters (Cembalo) und Johannes Erkes (Bratsche), der auch die musikalische Leitung und die Conférence besorgt.

Die Aufführung dauert etwa anderthalb Stunden; die erforderlichen finanziellen Mittel trägt allein die Stiftung. Spenden sind willkommen. Weitere Informationen gibt es im Internet.

mt

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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