Aufwendiger Umbau in einstigem Schutzbunker

Neues Leben für alten Beton

Ungewöhnliches Konzept: Die Südseite des Hochbunkers am Brunnenweg wurde großflächig aufgeschnitten, es entstanden Terrassen und Balkone mit raumhohen Fensterfronten, die für das nötige Licht sorgen. Die Wände des 1941 erbauten Bunkers, einer von 13 in der Stadt, sind zwei Meter dick.
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Ungewöhnliches Konzept: Die Südseite des Hochbunkers am Brunnenweg wurde großflächig aufgeschnitten, es entstanden Terrassen und Balkone mit raumhohen Fensterfronten, die für das nötige Licht sorgen. Die Wände des 1941 erbauten Bunkers, einer von 13 in der Stadt, sind zwei Meter dick.

Offenbach - In einem Hochbunker aus dem Zweiten Weltkrieg sind acht Wohnungen entstanden. Beim aufwendigen Umbau am Brunnenweg 73 galt es nicht nur, den Denkmalschutz zu beachten. Von Matthias Dahmer

Es war in jüngster Zeit gewiss nicht das größte Bauprojekt in der Stadt, vermutlich aber das ambitionierteste. In zweijähriger Umbauzeit sind in dem 1941 errichteten Luftschutzbunker, der in Höhe der Elbestraße steht, acht moderne Eigentumswohnungen auf insgesamt 750 Quadratmetern entstanden. Sie sind zwischen 60 und 130 Quadratmeter groß und werden rund 3300 Euro pro Quadratmeter kosten. Bauherr Dr. Ludger Mentrup, der 1,5 Millionen Euro in den Umbau gesteckt hat, ist gestern bei der kleinen Feier zum Abschluss der Arbeiten sichtlich stolz auf das Erreichte. Darf er wohl auch. Denn dass ein denkmalgeschützter Bunker auf diese Art und Weise neu genutzt werden kann, ist bundesweit eher selten. Meist bekommen die Weltkriegs-Immobilien Auf- oder Anbauten verpasst oder werden – falls nicht denkmalgeschützt – dem Erdboden gleich gemacht.

Nur eine der vier Seiten des rechteckigen Baus, so die Vorgabe des Denkmalschutzes, durfte verändert werden. Mentrup packte die Südseite an, ließ dort großflächig die zwei Meter dicke Betonwand mittels Diamantseil quaderweise rausschneiden. Nun befinden sich dort im Winkel angelegte Terrassen und Balkone. Raumhohe Fensterfronten sorgen für lichtdurchflutete Räume.

Bauherr Dr. Ludger Mentrup demonstriert: 1,40 Meter dick ist die Decke des Bunkers.

Ungewöhnlich ist auch der Zugang zu den beiden größten Wohnungen. Sie sind im ungenutzten Dach des ehemaligen Luftschutzbunkers entstanden, das die Immobilie wohl zur Tarnung von oben eher wie ein landwirtschaftliches Gebäude aussehen lassen sollte. Um nach oben zu gelangen, musste die eigentliche Bunkerdecke aufgeschnitten werden: Sie besteht aus 1,40 Meter dickem Stahlbeton. „Insgesamt wurden 550 Tonnen Beton rausgeholt“, berichten Mentrup und Annette Schroeder-Rupp. Der Bunker war das letzte Projekt, das die heutige GBO-Chefin als freiberufliche Architektin betreute.

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Der Bunker am Brunnenweg ist einer von 13 in der Stadt, drei von ihnen stehen unter Denkmalschutz. Seine Nachkriegsgeschichte ist bewegt. So diente der einstige Schutzbau in Tempelsee zeitweise kirchlichen Zwecken, beherbergte eine Metzgerei ebenso wie ein Sado-Maso-Studio oder wurden von Musikern als Proberaum und vom Katastrophenschutz als Lagerfläche genutzt. „Aus einer Schmuddelecke ist ein wohnenswertes Objekt geworden“, bilanziert der Bauherr Mentrup.

Offenbach ist für ihn kein unbekanntes Pflaster. Als Chef der Projektentwickler-Firma Immocity24 zeichnen er und sein Mitgesellschafter Fuad Hasanovic unter anderem für die unter dem Namen „Green Parc“ vermarkteten Neubauten am Alten Friedhof verantwortlich.

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