Änderungen bei der Kita-Betreuung, Schulen und städtischen Angeboten

Nach Corona: Lockerung, doch keine Normalität

Trotz Lockerung bleiben die Kitas vorerst geschlossen - also muss – wie für den sechsjährigen Anton– der Hafenplatz zum Spielen herhalten. Foto: Klein
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Trotz Lockerung bleiben die Kitas vorerst geschlossen - also muss – wie für den sechsjährigen Anton– der Hafenplatz zum Spielen herhalten. 

Seit Montag dürfen einige der Geschäfte wieder öffnen, die bisher wegen der Corona-Pandemie geschlossen hatten. Allerdings, von einer Entwarnung ist man in der ganzen Republik noch weit entfernt.

Offenbach – „Wir werden weiter die Einhaltung aller Regeln überprüfen, um eine Ausbreitung der Krankheit einzudämmen“, sagt Oberbürgermeister Felix Schwenke. Eine Lockerung der bisherigen Regeln betrifft die Kindergärten. Ab sofort dürfen auch alleinerziehende Eltern ihre Kinder wieder in die Betreuung geben. Wie Sozialdezernentin Sabine Groß berichtet, sollen diese damit entlastet werden, da diese in den vergangenen Wochen teils vor große Probleme gestellt waren.

Auch hauptberufliche Mitarbeiter von Presse, Rundfunk, Fernsehen und anderen Telemedien haben ab sofort Anspruch auf die Notbetreuung. Allerdings müssen diese nachweisen, dass „ihre Tätigkeit vor Ort am Arbeitsplatz zur Aufrechterhaltung des Kernbetriebs zwingend erforderlich ist“, wie die Stadt schreibt.

Coronavirus in Offenbach: Auch Schulen sollen schrittweise öffnen

Die Kitas bleiben vorerst bis mindestens 3. Mai für die Allgemeinheit geschlossen, der Zentralausschuss berät morgen über eine mögliche weitere Aussetzung der Elternbeiträge und eine Ausgleichszahlung an die Kita-Träger.

Ab kommenden Montag werden auch die Schulen nach den Vorgaben der Landesregierung schrittweise wieder öffnen. Da es in sämtlichen Offenbacher Schulen entweder Abschlussklassen oder vierte Klassen gebe, müssten auch alle Schulen geöffnet werden, sagt Schuldezernent Paul-Gerhard Weiß. „Kinder, die in einem Haushalt mit Personen der Risikogruppe leben, sind allerdings vorerst von der Schulpflicht befreit“, sagt er. So soll eine mögliche Gefährdung dieser Personengruppe verhindert werden.

Coronavirus in Offenbach: Bibliothek bleibt geschlossen

An den Schulen selbst werden strenge Abstands- und Hygieneregeln gelten: Maximal 15 Kinder dürfen in einem Klassenraum sein, außerdem müssen sie in einem Abstand von 1,50 Metern auseinander sitzen. Bei Betreten des Raumes müssen die Hände gewaschen werden. Zumindest an sämtlichen Grundschulen sind in allen Klassenräumen Waschbecken vorhanden. Eine gute Nachricht hat Weiß auch für alle Schüler parat: Deren Versetzung ist zum Schuljahresende garantiert. Ausgenommen davon sind jedoch die Abiturienten, hier gelten die abgelten Prüfungsleistungen.

Laut Landesregierung dürfen seit Montag auch wieder Bibliotheken und Archive öffnen – in Offenbach bleiben die Stadtbibliothek und das Haus der Stadtgeschichte zunächst aber weiter zu. Man wolle zunächst den Gesundheitsschutz sicherstellen, so seien etwa Plexiglasscheiben bestellt worden.

Von Frank Sommer

Restaurants dürfen unter Auflagen wieder öffnen. Wie läuft das Geschäft? Gastronomen und Restaurant-Besitzer aus Heusenstamm im Kreis Offenbach berichten nach den Corona-Lockerungen über erste Erfahrungen.

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