Ein stimmiges Mosaik in Offenbach

Integrationsarbeit als wichtiger Bestandteil der Prävention

Hakan Çelik und Frank Weber vor der Beratungsstelle des „Violence Prevention Networks“ am Mathildenplatz. 
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Hakan Çelik und Frank Weber vor der Beratungsstelle des „Violence Prevention Networks“ am Mathildenplatz. 

Nach der erfolgreichen Verhinderung eines offenbar geplanten Terroranschlags betont man bei der Stadt Offenbach, wie wichtig die vor Ort geleistete Integrations- und Präventionsarbeit im Bereich des religiösen Extremismus ist.

Offenbach – Frank Weber, Abteilungsleiter der Geschäftsstelle Kommunale Prävention, verweist darauf, dass die Stadt sich bereits seit 2016 an dem bundesweiten Projekt „Demokratie Leben!“ beteiligt. Zielsetzung des Projektes ist es, religiös begründetem Extremismus vorzubeugen und demokratische Haltungen zu stärken. „Dafür fördern wir als Stadt verschiedene Projekte, die in diese Richtung arbeiten“, so Weber. Dabei lobt er insbesondere die verstärkte Aufklärungsarbeit über Salafismus in den Schulen und hebt jene Präventionsarbeit hervor, in denen die Persönlichkeitsförderung im Fokus steht.

Auch für die nächste Förderperiode des bundesweiten Projekts habe die Stadt Offenbach sich bereits beworben und Frank Weber zeigt sich zuversichtlich, dass Offenbach den Zuschlag für die vierjährige Förderzeit erneut bekommen wird.

Patrick Probst vom Jugendamt erzählt, dass es in der städtischen Kinder- und Jugendarbeit zwar keine speziellen Angebote der Extremismusprävention gibt. Doch wenn Mitarbeiter merkten, dass Jugendliche in bestimmte Szenen abgleiten, werde sich dieser Fälle stets intensiv angenommen. „Es gibt kein spezielles Programm dafür, aber wir haben ein großes Augenmerk drauf“, berichtet Probst. Nach wie vor liege ein wichtiger Schwerpunkt im Kinder- und Jugendbereich auf der Integrationsarbeit, sie stelle damit gewissermaßen eine vorgelagerte Präventionsarbeit dar, so Probst weiter.

Auch der Amtsleiter für Integration, Matthias Schulze-Böing, verweist auf die vielfältige und erfolgreiche Integrationsarbeit, die in der Stadt schon seit Langem geleistet wird. Von großer Bedeutung sei dabei insbesondere die Zusammenarbeit mit den diversen Migrantenorganisationen, zu denen enge Kontakte gepflegt werden.

Auch den 2013 gegründeten „Runden Tisch Islam“ bezeichnet er als eine „sehr gute Plattform“, in der eine vertrauensvolle Zusammenarbeit herrsche und regelmäßig über Fragen, die die islamischen Gemeinden und die Stadt umtreiben, gesprochen werde.

Zusammenfassend bezeichnet Amtsleiter Schulze-Böing die Integrationsarbeit, die an vielen Orten der Stadt geleistet wird, als „viele kleine Aktivitäten, die sich zu einem stimmigen Mosaik zusammenfügen.“  

jsc

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