Projekt i-kfz

Pkw online zulassen: Neuer Service nur für neue Autos

Am 1. Oktober 2019 ist es soweit: Mit der Stufe 3 des bundesweiten Projekts i-kfz können Neuwagen in Offenbach online zugelassen werden. Die (De-) Montage der Schilder erfolgt aber weiterhin in Handarbeit... 
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Am 1. Oktober 2019 ist es soweit: Mit der Stufe 3 des bundesweiten Projekts i-kfz können Neuwagen in Offenbach online zugelassen werden. Die (De-) Montage der Schilder erfolgt aber weiterhin in Handarbeit...

Mobil zu sein, ist auch in Offenbach für viele unverzichtbar. Das spiegelt sich unter anderem in den Zulassungen wider.

Offenbach – Im ersten Quartal des Jahres sind das in Offenbach allein 1052 neu zugelassene Pkw bei einem Bestand von 58 267.

Jetzt, zum 1. Oktober, könnte das Verfahren deutlich entspannter für beide Seiten des Behörden-Schreibtischs werden. Mit der Stufe 3 des bundesweiten Projekts i-kfz können Neuwagen in Offenbach online zugelassen werden.

Gleichzeitig ist die Umschreibung von einem Halter auf einen anderen möglich. In diesen Fällen sogar so, dass der Käufer eines zugelassenen Gebrauchtwagens sofort nach der Online-Transaktion losfahren kann, wenn er das bisherige Kennzeichen übernimmt. Wer umzieht, kann sein Fahrzeug auch online ummelden und einfach weiterfahren, heißt es in einer städtischen Mitteilung.

Und so funktioniert es: Auf der Seite www.offenbach.de stellt die Stadt ein Kfz-Zulassungsportal zur Verfügung. Dort identifiziert sich der Kunde mit der eID-Funktion seines Personalausweises oder seines elektronischen Aufenthaltstitels (eAT). Das geht über ein Lesegerät oder mit der Ausweis-App auch über das Smartphone (www.ausweisapp.bund.de). Eingegeben werden müssen Fahrzeug-, Versicherungs- und Bankdaten. Das Verfahren überprüft die Richtigkeit der Angaben und führt den Nutzer nach Prüfung zur Zahlung der Gebühren. Ein Zulassungsbescheid wird erzeugt und dem Nutzer zum Abruf bereitgestellt, Papiere und Zulassungsplaketten werden vom Bürgerbüro zugeschickt.

Voraussetzungen müssen erfüllt sein

Ein paar Voraussetzungen müssen allerdings erfüllt sein. So gibt es Fahrzeugpapiere mit Sicherheitscode erst seit 2015 (Fahrzeugschein oder Zulassungsbescheinigung Teil I) beziehunsgweise seit 2018 (Fahrzeugbrief oder Zulassungsbescheinigung Teil II). Diese sind Voraussetzung zur Nutzung des neuen Online-Angebots, weil die Sicherheitscodes für die Eingabe freigelegt und die alten Papiere damit ungültig gemacht werden.

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Die Online-Zulassung funktioniert nicht, wenn Daten falsch eingetragen werden, der TÜV abgelaufen ist, Fahrzeugmängel vorliegen, Steuer- oder Gebührenrückstände bestehen. In diesen Fällen wird der Online-Vorgang abgebrochen und die Zulassung kann – nach Beheben der Mängel – im Bürgerbüro (Kaiserstraße 39) vorgenommen werden.

Noch nicht in allen Fällen ist ein sofortiges Losfahren nach der Online-Anmeldung möglich. Die Fachleute sprechen von einem „teilautomatisierten Prozess“ zum Beispiel bei der Neuwagen-Zulassung. Sind alle Angaben korrekt erfasst, muss im Bürgerbüro noch letzte Hand angelegt werden. Papiere und Zulassungsplaketten werden produziert und mit der Post zugeschickt.

Fallzahlen noch überschaubar

Die Fallzahlen aus den ersten beiden Stufen (Fahrzeuge können bereits seit 2015 online außer Betrieb gesetzt werden, die Wiederzulassung auf den gleichen Halter ist seit 2017 möglich) sind noch überschaubar. Bundesweit gab es 2019 bisher 380 Außerbetriebsetzungen. Gegenüber 2018 mit 230 Fällen bereits eine deutliche Steigerung, wenn auch auf sehr niedrigem Niveau. Wiederzugelassen wurden lediglich drei Fahrzeuge. Durch die zunehmende Verbreitung der neuen Personalausweise und die jetzt mögliche Nutzung über das Smartphone erwartet man im Offenbacher Bürgerbüro jedoch bald weitere Steigerungen. Insbesondere mit der bereits angekündigten Stufe 4, die 2020 kommen soll, erweitert sich der Nutzerkreis auch auf juristische Personen – etwa Firmen mit großem Fuhrpark oder Automobil-Händler.

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Im regulären Kundenbetrieb sind in den ersten acht Monaten 2019 mehr als 20 000 Zulassungsvorgänge bearbeitet worden. Das sind rund 830 Stück pro Woche. Viele davon sind künftig auch online möglich.

„Die Erweiterung der internetbasierten Fahrzeugzulassung ist eine weitere Ergänzung des stetig wachsenden Online-Angebots, das den Menschen in dieser Stadt 24 Stunden am Tag und sieben Tage in der Woche zur Verfügung steht“, betont Bürgermeister Peter Freier. Allein im Bürgerbüro werden bis Ende 2019 rund 11 700 „echte Online-Dienstleistungen“ erwartet. Diese verteilen sich auf Bewohnerparkausweise (etwa 7 700), Melderegisterauskünfte (zirka 2 900) und Meldebescheinigungen (gut 1 100). Mehrere tausend Menschen reservieren sich zudem jährlich ein Wunschkennzeichen oder fragen den Status bestellter Ausweise ab.  mk

Infos im Internet

t1p.de/of-zulass

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