Freude für Auge und Gaumen

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Der Budenzauber beim Nikolausmarkt ließ den Ostendplatz in festlichem Glanz erstrahlen. Auch wenn manche den Alten Ort vermissen. Fröhliche Gesichter gab es zuhauf beim Nikolausmarkt. Besonders am Abend war der Ostendplatz sehr gut besucht.

Bieber - Glühweinduft und der Dampf von Kartoffelpuffern liegen in der Luft, in Mantel und Schal gehüllt halten sich die Besucher auf dem Ostendplatz an ihren Bechern fest. Es ist Nikolausmarkt des Bieberer Gewerbevereins. Von Bettina Link 

An mehr als 30 Ständen gibt es deftige und süße Leckereien, Geschenke, Gestecke oder Accessoires. Auch ohne Schnee und Minusgrade sind die Gäste, die zur Eröffnung auf die Wiese strömen, auf die Weihnachtszeit eingestellt. Doch so richtig heimelig und gemütlich wird es erst gegen Abend. Dann sind vor allem die Ess- und Glühweinbuden beliebt. Das weiß auch Cordelia von Gymnich vom Gesangverein Polyhymnia, die mit ihren Vereinskollegen Kartoffelpuffer anbietet: „Sobald es dunkel wird, haben die Besucher Lust auf Puffer.“ Und damit sie auch alle hungrigen Münder versorgen können, haben die Frauen des Gesangvereins mehr als 50 Kilogramm Kartoffeln geschält und gehobelt. Auch das Apfelmus und der Kräuterquark, die es dazu gibt, sind selbstgemacht. Von Gymnich und ihre Kollegen haben sich darauf eingestellt, dass die Pfannen am Abend nur so dampfen.

Doch nicht nur für den Magen ist etwas geboten. Während es für das Ohr Weihnachtslied-Darbietungen der Kindertagesstätten und Chöre gibt, erfreut sich das Auge an allerlei Keramik, Selbstgebackenem und handgemachten Geschenken. Die gibt es etwa bei den Bastelfreundinnen Claudia Zisch, Karin Büttner, Martina Benner und Christina Dörr. Von Ansteckern bis Stickereien hat die kreative Gruppe viele Bastelarbeiten mitgebracht, die noch für das eine oder andere fehlende Weihnachtsgeschenk inspirieren. Die Gruppe ist zum ersten Mal auf dem Nikolausmarkt in Bieber, und sie sind es alle gut zufrieden: „Die Atmosphäre gefällt uns“, versichert Karin Büttner.

Diese Meinung zum Standort Ostenplatz teilen jedoch nicht alle. So gibt es Stimmen, die sich wieder den früheren Austragungsplatz im alten Ortskern wünschen. Wie etwa Ingrid Hartmann und ihre Freundin Edit Cmok, die jedes Jahr zum Bieberer Nikolausmarkt kommen: „Das Flair in der Umgebung der Kirche hat uns einfach besser gefallen, das fehlt hier“, findet Hartmann. Andrea Geinitz aus Mainhausen, die seit dem Jahr 2000 mit ihren Adventkränzen und Gestecken kommt, sieht das genauso: „Die Altstadt war mir lieber, es war idyllischer.“

Weihnachtsmarkt in Offenbach

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Seit drei Jahren steigt der Nikolausmarkt inzwischen auf dem Ostendplatz – und daran werde nicht gerüttelt, betont Elfriede Ring, Vorsitzende des Gewerbevereins: „Wir bleiben auf dem Platz, er ist für solche Anlässe gemacht und logistisch gut für uns.“ Mit dem Angebot sind die Besucher sehr zufrieden: „Es gibt eine große Auswahl an hochwertigen Produkten, vor allem der Glühwein ist sehr gut“, betont Hartmann, die sich den heißen Trank am Stand des Gewerbevereins schmecken lässt. Auch wenn einige dem alten Standort nachtrauern, zieht der Markt dennoch viele Besucher an: „Am Abend war kaum ein Durchkommen, so voll war es“, zieht Elfriede Ring zufrieden Bilanz.

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