Ohne Hygienemaßnahmen

Wilde Corona-Party in Offenbach: Veranstalter organisiert mehrere Party während der Pandemie

Die vielen Corona-Neuinfektionen in Offenbach haben gut 30 Menschen nicht davon abgehalten, eine wilde Party zu feiern. Einige Partygäste versuchten, sich auf dem Klo vor der Polizei zu verstecken.

  • Offenbach gilt aufgrund der hohen Corona-Inzidenz als Risikogebiet.
  • Dennoch veranstaltet ein Mann aus Frankfurt eine Corona-Party mit zahlreichen Gästen.
  • Bei der Corona-Party versuchten die Gäste, sich auf den Toiletten vor der Polizei zu verstecken.

Update vom Dienstag, 01.12.2020, 10.37 Uhr: Bei der Corona-Party in Offenbach, die in der Nacht zum Samstag (28.11.2020) in einem Industriegebäude im Lämmerspielerweg im Bereich der 80er Hausnummern stattfand, versuchten die Partygäste sich nach dem Eintreffen der Polizei noch vor selbiger in Sicherheit zu bringen.

Einige Gäste versuchten zunächst, sich in den Toiletten vor der Polizei zu verstecken. „Der Veranstalter wollte uns weismachen, das wäre eine Feier mit fünf Leuten“, sagt der Leiter der Offenbacher Stadtpolizei Lothar Haack. Der Veranstalter habe angegeben, keine Schlüssel für die Sanitäranlagen zu besitzen. Erst, nachdem die Polizei damit drohte, einen Schlüsseldienst zu holen, gab dieser nach.

Corona-Party in Offenbach: Gäste versuchten den Alkohol unter Tischen zu verstecken

„In den Sanitärräumen waren auf 16 Quadratmetern 25 Leute eingepfercht“, sagt Lothar Haack. Nachdem die Toiletten aufgeschlossen wurden, versuchten einige Gäste, sich unter Lkw auf dem Firmengelände zu verstecken. Zudem versuchten einige Partygäste, den Alkohol in Eile unter Tischen zu verstecken.

Lothar Haack sagte: „Das war eine richtig schöne Geburtstagsfeier, mit Luftschlangen und jeder Menge Alkohol.“ Die Polizei konnte schließlich 20 der 30 Partygäste festhalten und die Personalien aufnehmen. Zu Gewalt sei es dabei nicht gekommen. Auf die Gäste wartet ein Bußgeld in Höhe von circa 400 Euro, den Veranstalter erwartet ein Bußgeld von bis zu 2000 Euro.

Veranstalter der Corona-Party ist ein Wiederholungstäter

Update vom Montag, 30.11.2020, 13.05 Uhr: Der Veranstalter der Corona-Party, die in der Nacht zum Samstag (28.11.2020) in Offenbach stattfand, hat bereits im Juli dieses Jahres mit einer großen Feier für Aufsehen gesorgt. „Er hat damals trotz der Corona-Krise eine Feier mit 250 Personen organisiert, bei der er auch Eintritt nahm“, berichtet Lothar Haack, Leiter der Stadtpolizei Offenbach, auf Anfrage.

Corona-Party in Offenbach: Teilnehmer aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet

In der Nacht zum Samstag feierten rund 30 junge Erwachsene auf einem Firmengelände im Stadtteil Offenbach Ost. „Die Teilnehmer waren alle um die 20 Jahre alt und kamen aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet, unter anderem aus Wiesbaden und Bad Soden“, so Haack. Es habe sich um eine Geburtstagsparty einer Frau gehandelt, die der bereits auffällig gewordene Mann aus Frankfurt organisierte. „Er hatte die Schlüsselgewalt über die Firmenräume“, sagt der Leiter der Stadtpolizei Offenbach.

Gegen den Veranstalter wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Haack rechnet damit, dass er rund 2.000 Euro Strafe zahlen muss. Der Mindestsatz liege bei 1.000 Euro. „Wie hoch die Strafe letztlich genau ausfallen wird, werden wir nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt entscheiden“, erläutert Haack. Auf die Gäste und das Geburtstagskind kommen Bußgelder in Höhe von etwa 400 Euro zu.

Corona in Offenbach: Stadtpolizei Offenbach kontrolliert Locations

Die Stadtpolizei wurde in der Nacht zum Samstag wegen einer Ruhestörung von Anwohnern gerufen. „Bei der gemeldeten Störung handelte es sich allerdings nicht um die Geburtstagsfeier. Die Beamten sind vor Ort auf diese eigenständig aufmerksam geworden“, so der Leiter der Stadtpolizei Offenbach. Damit es zukünftig nicht mehr zu solchen Corona-Partys kommt, will die Stadtpolizei einschlägig bekannte Locations weiterhin regelmäßig kontrollieren. „Bei Feierlichkeiten in privaten Haushalten sind wir aber auf die Mithilfe der Nachbarn angewiesen“, sagt Haack.

Offenbach: Corona-Party trotz Kontaktbeschränkungen

Erstmeldung vom Sonntag, 29.11.2020, 17.12 Uhr: Offenbach - Noch immer ist die Corona-Situation in Offenbach kritisch. Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus steigt weiter an – bislang haben sich seit Beginn der Krise über 3.000 Menschen mit dem Virus angesteckt. Doch einige scheinen die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Corona-Regeln nach wie vor nicht ernst zu nehmen: So etwa ein Mann aus Frankfurt, der trotz Kontaktbeschränkungen eine Corona-Party in Offenbach veranstaltete.

Corona-Party in Offenbach: An der Geburtstagsfeier nahmen 30 Personen teil

Wie die Stadt Offenbach berichtet, sollen Anwohner im Stadtteil Offenbach Ost in der Nacht zum Samstag (28.11.2020) aufgrund von Ruhestörung die Polizei gerufen haben. Als diese eintraf, wurden sie auf eine Veranstaltung mit zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern aufmerksam. War hier eine Corona-Party in vollem Gange?

Bei einer Corona-Party in Offenbach musste die Polizei einschreiten (Symbolbild).

Es handelte sich nach Angaben der Stadt Offenbach um eine Geburtstags-Party, für die der verantwortliche Veranstalter aus Frankfurt rund 30 Personen aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet eingeladen haben soll. Die Teilnehmenden tranken Alkohol, feierten und tanzten, ohne die Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus zu berücksichtigen.

Corona-Party in Offenbach: Den Teilnehmenden drohen hohe Bußgelder

Während der Kontrolle durch die Stadt- und Bundespolizei versuchten einige Gäste von der Corona-Party in Offenbach zu fliehen. Den Beamten gelang es jedoch, die Personalien der meisten Teilnehmenden aufzunehmen. Da sie mit der illegalen Party gegen zahlreiche Auflagen der hessischen Corona-Verordnung verstießen, erwartet die Partygäste Ordnungswidrigkeitsverfahren und Bußgelder in bis zu vierstelliger Höhe. Die Räume des Veranstalters aus Frankfurt wurden nach der Räumung versiegelt.

Um die steigenden Fallzahlen zu senken, werden die Corona-Regel ab Dezember in Offenbach weiter verschärft. Alle Informationen zu den neuen Regeln finden Sie hier. (Teresa Toth)

Rubriklistenbild: © Britta Pedersen/dpa

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