Abwasserrohr

Was plätschert in den Hainbach?

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Harmlos sei die Trübung der Einleitung von der Präsidiumsbaustelle in den Haibach, versichert die Stadt.

In der Nähe des kleinen Teiches nahe der Geflügelzüchteranlage am Offenbacher Spessartring mündet seit geraumer Zeit ein Abwasserrohr in den Hainbach.

Offenbach – „Ich dachte, dort wird Regenwasser eingeleitet, jetzt sehe ich eine weißliche, ölhaltige Brühe, die in einem renaturierten Bach nichts zu suchen hat“, wundert sich Leser Michael Reichert.

Ein Umweltfrevel? Nein, alles so wie beabsichtigt, versichert das städtische Umweltamt über Stadtsprecher Fabian El Cheikh. Das Amt habe alles im Blick, versichert er.

Offenbach: Rohr für Neubau des Polizeipräsidiums

Das verdächtige Rohr wurde demnach im Zusammenhang mit dem Neubau des Polizeipräsidiums am Buchhügel verlegt. Seinen Anfang hat es in einem großen Regenrückhaltebecken, das in der Großbaustelle den Niederschlag sammelt. Aus diesem wird das Wasser gedrosselt und kontrolliert in den Hainbach abgeleitet. So soll vermieden werden, dass zu große Mengen in die ohnehin überlastete Kanalisation gelangen – und bei Einleitung in die Frankfurter Kläranlage bezahlt werden müssen.

Die verdächtige Trübung sei harmlos, erläutert El Cheikh. Im Rückhaltebecken habe sich Schlamm abgesetzt, die Färbung verdanke sich Feinstaub und Kalk aus Baumaterial. „Es kann zwar so wirken, aber Öl ist keines dabei“, beruhigt El Cheikh. Demnächst werde das Becken auch gereinigt.  

tk

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