Spuckschutz für Grundschule

Plexiglaskonstruktionen an Beethovenschule Offenbach gespendet

Die Plexiglaswände übergab Dominik Voll (l.) von der Offenbacher Glasbaufirma Frommen an Jan Stadtmüller, 2. Konrektor an der Beethovenschule. Lehrerin Sibylle Zenser hat die Konstruktion neben ihrem Schreibtisch aufgebaut. Fotos: Bär
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Die Plexiglaswände übergab Dominik Voll (l.) von der Offenbacher Glasbaufirma Frommen an Jan Stadtmüller, 2. Konrektor an der Beethovenschule. Lehrerin Sibylle Zenser hat die Konstruktion neben ihrem Schreibtisch aufgebaut.

In den Offenbacher Grundschulen läuft der Unterricht seit dieser Woche so gut es geht regulär ab (wir berichteten). Heißt: Maskenpflicht und Abstandsregeln sind aufgehoben, die Klassen haben wieder die herkömmliche Größe. Das gilt auch für die Beethovenschule.

Offenbach - Damit sich Lernende und Lehrkräfte dort auch ohne Mund-Nasen-Bedeckung vor einer gegenseitigen Ansteckung schützen können, hat sich Alexander Frommen, Geschäftsführer der gleichnamigen Offenbacher Glasbaufirma, etwas einfallen lassen. Der ehemalige Beethovenschüler spendete der Einrichtung zehn Plexiglaskonstruktionen, die es Schülern und Lehrern ermöglichen soll, weiterhin ausreichend vor einer Übertragung des Virus’ geschützt zu sein.

Dank ihrer geringen Größe (70 mal 50 Zentimeter) sind die Vorrichtungen leicht an Gewicht und gut transportierbar. „Ich wollte, dass die Lehrer mit dem Spuckschutz von einem Schüler zum anderen gehen können“, meint Frommen. Die Spende war für ihn eine Herzensangelegenheit: „Als mich eine ehemalige Schulkollegin, die jetzt im Elternbeirat sitzt, gefragt hat, ob ich das machen kann, habe ich gern zugesagt.“

Doch nicht nur händisch dient das künstliche Glas als Schutz. Dank der beiden Sockel, in die das Plexiglas eingelassen ist, lassen sich die Wände auch auf einem kleinen Tisch platzieren. Dadurch können die Grundschüler zur Lehrkraft nach vorne gehen. „Unsere Lehrer sind wirklich froh über die Spende“, sagt der 2. Konrektor Jan Stadtmüller. Für ihn und seine Kollegen bedeuten die Konstruktionen eine Vereinfachung des Unterrichts. Und auch die Kinder störe der Anblick des Plexiglases nicht, betont er.

Die neunjährige Hanna, Drittklässlerin an der Beethovenschule, bestätigt Stadtmüllers Eindruck: „Ich finde das sehr gut. Jetzt können wir wieder nach vorne gehen.“ So sieht es auch ihre Klassenkameradin Meghna: „Mit der Glasscheibe ist es viel besser.“

Die Schule hat sieben weitere Schutzwände selbst gekauft. Genauer gesagt: selbst kaufen müssen. „Vom Schulträger kommt kein Zuschuss. Dort heißt es, Mund-Nasen-Bedeckungen reichen als Schutz “, berichtet der Konrektor. Das Tragen der Bedeckungen sei wegen der Dauer der Unterrichtsblöcke – die teilweise länger als zwei Stunden gehen - aber schwer durchzuhalten. Deshalb sind Stadtmüller und seine Kollegen Andreas Frommen für die Herstellung des neuen Schutzes dankbar.

Für Konrektor Jan Stadtmüller ist es sogar denkbar, die Konstruktionen nicht nur bis zu den Sommerferien zu verwenden. Er meint: „Sie könnten unsere Lehrkräfte auch vor einer möglichen Grippeinfektion im Winter schützen.“

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