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Polizei kontrolliert Raser, Tuner und Poser: Motorrad mit 200 Sachen erwischt

Die Arbeitsgruppe des Polizeipräsidiums Südosthessen war mit einer Kontrolle im Kampf gegen Raser, Tuner und Poser in und um Offenbach erfolgreich. (Symbolbild)
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Die Arbeitsgruppe des Polizeipräsidiums Südosthessen war mit einer Kontrolle im Kampf gegen Raser, Tuner und Poser in und um Offenbach erfolgreich. (Symbolbild)

In Offenbach und dem Kreis Offenbach erwischt die Polizei bei gezielten Kontrollen zahlreiche Raser, Tuner und Poser. Ihnen drohen saftige Strafen.

Offenbach – Die Arbeitsgruppe „AG TRuP“ der Polizei Südosthessen sagt Posern, Rasern und Tunern in der Region um Offenbach den Kampf an. Zwischen 10 und 18 Uhr waren die Polizei am Wochenende in der Stadt und im Landkreis Offenbach im Rahmen einer großangelegten Kontrollaktion unterwegs. Auf ihren Streifen waren sie erfolgreich und stellten gleich mehrere Verstöße fest, teilte die Polizei jetzt mit.

Am Sonntagnachmittag (09.05.2021) erwischte eine Streife der Polizei einen Raser, der mit seinem Motorrad auf der B459 in Fahrtrichtung Dietzenbach unterwegs war. Der 29-jährige Fahrer peitschte seine Maschine mit knapp 200 Kilometern pro Stunde über den Asphalt – erlaubt sind dort eigentlich nur 70. Nachdem die Streife die Verfolgung des Mannes aufgenommen und ihn kurze Zeit später gestellt hatte, erwartet den Raser nun ein Strafverfahren wegen Verdacht auf Teilnahme an einem illegalen Motorradrennen. Der 29-Jährige hatte zuvor bereits andere Verkehrsteilnehmer gefährlich überholt und war durch seine rasante Fahrweise aufgefallen.

Tuner, Raser und Poser in Offenbach: Viele Motorradfahrer

Bei einem weiteren Motorrad, das die Beamten der Polizei in der Sprendlinger Landstraße an der Ortseinfahrt Offenbach kontrollierten, war der Dezibel-Eater vor der Fahrt unerlaubterweise entfernt worden. Zudem betrug der Kennzeichenwinkel mehr als 50 Grad, was die Ablesbarkeit des Schildes deutlich erschwert. Auf den 58-jährigen Fahrer kommt eine Anzeige wegen Belästigung der Bevölkerung durch vermeidbaren Lärm zu.

An der Mühlheimer Straße in Offenbach erwischte die Polizei einen 41 Jahre alten Mann, der mit einem Lexus unterwegs war. Die Seitenscheiben des Fahrzeugs waren mit Folie beklebt und hatten eine Lichtdurchlässigkeit von 44 Prozent – die vorgeschriebene Durchlässigkeit beträgt jedoch 70 Prozent. Zudem waren Distanzscheiben verbaut, für die keine Erlaubnis vorlag. Der Mann muss nun ebenfalls mit einer Anzeige wegen Verkehrsgefährdung rechnen.

Offenbach: Verkehrskontrollen der Polizei erfolgreich

Im Stadtgebiet Offenbach hielt die Polizei später einen Audi A5 an, bei dem der serienmäßig verbaute Soundgenerator deutlich zu laut war. Eine Messung ergab eine Lautstärke von 104 anstatt der erlaubten 71 Dezibel. Dem Fahrzeughalter blüht dafür eine Anzeige.

Einen weiteren Pkw stoppten die Beamten der Arbeitsgruppe ebenfalls im Stadtgebiet Offenbach. Bei dem Wagen waren Front- und Heckschürzen verbaut, eine Erlaubnis lag nicht vor. Auch hier erlosch die Betriebserlaubnis aufgrund wesentlicher Verkehrsgefährdung, da die Schürzen mit Pech bei der Fahrt abreißen und dadurch andere Fahrzeuge gefährden können, teilet die Polizei mit. Den Fahrer erwarten etwa 90 Euro Bußgeld und mindestens einen Punkt in Flensburg

Polizei: Verkehrssicherheit in der Region um Offenbach erhöhen

In Mühlheim ging der Polizei schließlich eine Gruppe Motorradfahrern ins Netz. Eines der Kräder durfte nach der Kontrolle nicht mehr weiter im Straßenverkehr bedient werden, da der Fahrer zur Steuerung seiner Klappenauspuffanlage eine manuelle Bedienung verbaut hatte. Bei zwei weiteren Motorräder waren die elektronisch angesteuerten Klappen ebenfalls geöffnet – auf die Fahrer kommen nun Verwarngelder wegen des Verursachens von unnötigem Lärm zu. Zudem musste einem der Kradfahrer die Weiterfahrt untersagt werden, da er keinen vorschriftsmäßigen Helm nutzte.

Mit der Gründung der „AG TRuP“ reagierte die Polizei Südosthessen auf die stetig wachsende Szene an Posern, Tunern und Rasern in der Region um Offenbach. Die Probleme: Verkehrsgefährdung durch illegale Autorennen und Veränderungen an den Fahrzeugen sowie Lärmbelästigung. Zahlreiche Anwohner beschwerten sich bereits über den verursachten Lärm der getunten Fahrzeuge. „Unser gemeinsames Ziel ist es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Durch die neu gegründete Arbeitsgruppe haben wir das Know-how gebündelt, können somit gezielt illegal getunte Kraftfahrzeuge aufspüren und gegen die Verantwortlichen vorgehen“, sagte Polizeihauptkommissar Klaus Preis. Und das ist auch nötig, denn in den letzten Wochen gab es in Offenbach immer wieder Ärger um Poser, Raser und Tuner. (Jan Lucas Frenger)

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