Der hessischste Sachse wird 60

Chefredakteur Frank Pröse feiert Geburtstag

+
Ein Chef, wie ihn viele gerne hätten: Frank Pröse wird heute 60 Jahre alt.

Offenbach - Man zeige uns einen Chefredakteur, der derartig in seiner Zeitung verwurzelt ist wie der unsrige. Frank Pröse feiert heute seinen 60. Geburtstag - herzlichen Glückwunsch! Von Thomas Kirstein

Wir unterschlagen einfach mal den kleinen Ausflug zu den Kieler Nachrichten, nehmen die neun Monate, die er 1996 als Wochenendjournal-Macher im hohen Norden verbrachte, als verlängerten Fortbildungsurlaub. Quasi als Geburtstagsgeschenk: Feiert unser Frank Pröse heute doch seinen 60.  Geburtstag.

Und da macht es sich gut, die Behauptung aufzustellen, dass er in seinem runden Jubeljahr stolze 35 Jahre der Offenbach-Post verbunden ist: 1979 bewarb er sich erfolgreich als Volontär. Wir haben jemanden, der sich des überschlägigen Rechnens wähnt, mal schätzen lassen: Da der engagierte und fleißige Redakteur Frank Pröse ganz gewiss nicht beamtenmäßig auf die Uhr geguckt hat, dürfte er unter dem Strich zehn Jahre seines gesamten Lebens als reine journalistische Arbeitszeit für die Offenbach-Post verbracht haben. Also bis zum heutigen Tag ein Sechstel der Zeit, die er auf Erden weilt. Das ist ein enormer Wert unter Berücksichtigung der Tatsache, dass Frank Pröse nach dem Abitur am Offenbacher Albert-Schweitzer-Gymnasium 1976 keineswegs das Zeitungsmachen anstrebt. Lehrer will er werden, studiert Sport und Deutsch in Frankfurt, hat einen Lehrauftrag an der Leibnizschule.

Dann will er doch nicht Staatsdiener werden, ein lädiertes Knie beschleunigt die Entscheidung, lieber in den damaligen Redaktionssitz an der Großen Marktstraße in Offenbach zu gehen und sich dort zum Nachrichten- und Wirtschaftsredakteur ausbilden zu lassen. Später leitet er die entsprechenden Ressorts. Aus Kiel - jetzt muss doch wieder kurz an die Abtrünnigkeit erinnert werden - holt ihn der Verlag auf den Posten des stellvertretenden Chefredakteurs zurück. Seit 2008 ist der Vorsatz Vize gestrichen.

Offenbach-Post: Von der Recherche bis zur Zeitung

Kurz vorm 60. haben wir mal nachfragen dürfen: Hat er’s bereut, jetzt nicht als Studienrat mit einer anständigen Pension aus dem Staatssäckel und dem Vorruhestand liebäugeln zu können? Nie und nimmer! Schön, das haben wir uns auch nicht vorstellen können bei einem, dem die Gattin am Wochenende den Laptop verstecken muss.

Als er Chefredakteur wird, setzt sich Frank Pröse die Konzentration auf die lokale Berichterstattung zum Ziel. Das ist ihm gelungen, seine ursprüngliche Herkunft war da kein Hemmnis: Geboren ist er 1954 in Leipzig, geprägt hat ihn aber Offenbach, wohin seine Familie im Jahr 1960 flüchtete. Als „hessischsten Sachsen, den man sich vorstellen kann“, haben wir ihn mal im Blatt bezeichnet.

Und wo wir gerade beim Selbstzitat sind, es gilt weiterhin, was sich schon vor 15 Jahren von seinen inzwischen nicht mehr ausgeübten Lieblingssportarten ableiten ließ: Als Handballer (bei den Kickers) liegt ihm das Mannschaftsspiel, als Windsurfer hält er auch bei widrigen Winden immer die Balance. Dass dies bitteschön bei bester Gesundheit so bleiben möge, verbinden Redaktion und Verlag mit ihren allerherzlichsten Glückwünschen: Immer weiter so, alter Sechziger!

Mehr zum Thema

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion