Historische Leserfotos erwünscht

Ausstellung und Broschüre zu S-Bahn-Jubiläum

Lang ist’s her: als die Fußgänger sich den Aliceplatz noch mit Autos teilen mussten.

Offenbach - Da haben selbst Mitarbeiter der Stadtverwaltung gestaunt: Auf der Suche nach Fotos aus der Bauzeit der S-Bahn stießen sie im Archiv des Stadtplanungsamts auf eine Aufnahme aus den frühen 90-er Jahren.

An den alten Standort der Offenbach-Post erinnern sich ja noch viele. Aber dass einst auf dem Aliceplatz Autos fahren und auf die Frankfurter Straße in Richtung Kaiserstraße abbiegen durften, überraschte selbst ältere Kollegen. So kurz war die Fußgängerzone damals.

20 Jahre sind eben eine lange Zeit. So lange, dass sich viele Offenbacher gar nicht mehr im Detail erinnern an den S-Bahnbau. Eine vier Kilometer lange, oft dreißig Meter breite Baugrube teilte die Stadt, Baulärm, Schutt und Staub machte den Anwohnern zu schaffen. Die Hauptverkehrsstraßen waren gesperrt, Umleitungen verstopft. Doch die jahrelangen Einschränkungen lohnten sich: Mit Eröffnung des S-Bahnverkehrs am 27. Mai 1995 rückte die Region enger zusammen, neue Arbeitsplätze entstanden und immer mehr Menschen zogen nach Offenbach.

Jubiläum mit Dampf

Die S-Bahn veränderte das Gesicht der Stadt. Altes wich Neuem. Die Berliner Straße wurde zweispurig, moderne Gebäude ersetzten Parkplätze und Brachen. In Bieber entstand der Schlupf und bald verschwand die Zweite Ebene in der City. Heute steht auf dem alten Gelände der Offenbach-Post das KOMM, und der Aliceplatz ist weitgehend befreit von parkenden und fahrenden Autos. Nicht wenige Leser dürften die Veränderungen mit ihren Kameras festgehalten haben. Aufnahmen der aufregenden Großbaustelle an der Berliner Straße, von der Straßenbahn 16, die durch die Fußgängerzone fuhr, vom alten Busbahnhof am Marktplatz - genau diese Fotos sucht die Stadt gemeinsam mit der Offenbach-Post. Die besten Motive sollen in einer Ausstellung anlässlich des 20-jährigen Bestehens der S-Bahn zur Offenbacher Woche Ende Mai gezeigt werden. Weitere Bilder werden in einer Broschüre des Amtes für Öffentlichkeitsarbeit publiziert.

Die Auswahl der Motive - von der einst vierspurigen Berliner Straße bis hin zum alten Stadtbad - liegt im Ermessen der Einsender. Für jedes veröffentlichte Foto zahlt die Stadt ein Honorar von 30 Euro. Die Teilnehmer erhalten außerdem die Chance, Preise zu gewinnen - etwa ein Abo für die Capitol Classic Lounge, RMV-Tages- oder Bahn-Freikarten. Einsendungen gehen bis31. März per Post oder digital an:

Amt für Öffentlichkeitsarbeit, Berliner Straße 60, 63065 Offenbach, E-Mail: info@offenbach.de. 

(fel)

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