Klimaindex gibt wieder nach

IHK Offenbach: Regionaler Wirtschaft droht eine Rezession

Dunkler Himmel ziehen sich über der regionalen Wirtschaft zusammen.
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Dunkler Himmel ziehen sich über der regionalen Wirtschaft zusammen.

Im Herbst geht der Konjunkturklimaindex der Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach erneut zurück. Er sinkt deutlich von 112,8 auf 105,1 Punkte, wie die Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach berichtete.

Offenbach – IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner erklärte: „Das konjunkturelle Klima wird rauer. “ Die aktuelle Lage werde etwas, die künftige deutlich schlechter eingestuft. „Dementsprechend schwach fallen auch die Investitionspläne der Unternehmen aus. Auch die Exporterwartung lässt nach und erreicht einen sehr niedrigen Stand. Trotzdem bleiben die Beschäftigungsabsichten der Unternehmen positiv. “ Für die Unternehmen stünden den Angaben der IHK zufolge drei Risiken im Vordergrund: Die Inlandsnachfrage, die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen und der Fachkräftemangel.

„54 Prozent der Unternehmen sehen in der Inlandsnachfrage ein Risiko für die eigene Geschäftsentwicklung“, sagte Weinbrenner. „Vor allem die Industriebetriebe bekommen die schwächere Wachstumsdynamik zu spüren und geben an, weniger Auftragseingänge zu erhalten. Dahingegen ist die Lage bei den Dienstleistungsunternehmen durchaus stabil. Aber auch hier geht die Angst um, künftig einen konjunkturell bedingten Einbruch der Nachfrage hinnehmen zu müssen“, so Weinbrenner.

Risiko so hoch wie seit sieben Jahren nicht

Das Risiko der Rahmenbedingungen werde mit 51 Prozent so hoch eingeschätzt, wie in den letzten sieben Jahren nicht mehr. „Die Unternehmen treiben dabei insbesondere die Steuer- und Bürokratiebelastung um“, erklärte Weinbrenner. „Zusätzlich belasten sie die zunehmenden Unsicherheiten im internationalen Handel.“ Der Brexit und der Handelskonflikt zwischen China und den USA würden Fragen in der Exportabwicklung aufwerfen und erhöhten den Arbeitsaufwand. Die Nachfrage nach zusätzlichem Personal bleibe erhalten, dürfe sich aber im Laufe des Jahres weiter abschwächen. „Dies hängt nicht zuletzt mit dem Fachkräftemangel zusammen, der von 43 Prozent der Unternehmen als Risiko für die eigene Geschäftsentwicklung wahrgenommen wird. 40 Prozent können offene Stellen dauerhaft nicht besetzen.“ Dies sollte zur Folge haben, dass Arbeitskräfte in schwächeren Phasen weniger schnell entlassen werden.

Um die Auswirkungen der abflauenden Konjunktur abzumildern, bedürfe es jetzt Maßnahmen seitens der Politik, die die Unsicherheiten reduzieren und das Umfeld für die Wirtschaft attraktiver gestalten, so Weinbrenner. „Hierzu zählt in Zeiten der Abschottung in erster Hinsicht die gemeinsame und starke Positionierung der EU-Länder für eine freie und stabile internationale Handelsordnung.“ Darüber hinaus finden sich Ansätze in der vom Wirtschaftsministerium vorgelegten Mittelstandsstrategie.   Weinbrenner nannte beispielsweise Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel.

VON MARC KUHN

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