Berliner Straße

Straßensanierung in Offenbach: Anwohner müssen sich bei Baufirma durchfragen

Neuer Asphalt für die Berliner: Wann jeweils die Grundstückszufahrten gesperrt sind, müssen die Betroffenen bei der beauftragten Baufirma erfragen.
+
Neuer Asphalt für die Berliner: Wann jeweils die Grundstückszufahrten gesperrt sind, müssen die Betroffenen bei der beauftragten Baufirma erfragen.

Der Asphalt auf der Berliner Straße in Offenbach wird ausgetauscht. Durch Corona hat sich dabei ein wichtiges Detail geändert. 

  • Die Berliner Straße in Offenbach wird zwischen Kaiser- und Ludwigstraße neu asphaltiert
  • Weil die Verkehrslage wegen Corona ruhiger ist, finden die Arbeiten tagsüber statt
  • Wann die Grundstückszufahrten gesperrt sind, müssen die Anwohner selbst in Erfahrung bringen

Offenbach – Zu den Dingen, die in Corona-Zeiten weiterlaufen – meist sogar besser und schneller – gehört die Sanierung des Offenbacher Straßennetzes. Mitunter wirft jedoch die Feinjustierung der Abläufe, insbesondere der Umgang mit betroffenen Anliegern, Fragen auf.

Zunächst einmal die Fakten: Die Berliner Straße, das hatten wir vor einigen Tagen als Ankündigung vermeldet, bekommt derzeit zwischen Kaiser- und Ludwigstraße eine neue Asphaltschicht verpasst. Ursprünglich war auf der Hauptverkehrsader geplant, die Arbeiten nachts auszuführen. Angesichts der coronabedingt ruhigeren Verkehrslage wird jetzt doch tagsüber gearbeitet. Noch bis einschließlich kommenden Montag, 20. April, dauert die Sanierung, der Verkehr wird in dieser Zeit über die Kaiserstraße, Hafenallee, Nordring und Goethering umgeleitet. „Während der Arbeiten besteht in Höhe der Baustelle ein Parkverbot, das örtlich ausgeschildert ist“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt.

Asphaltarbeiten auf der Berliner Straße in Offenbach: Zufahrten sind versperrt

Doch nicht nur das. Teilweise haben die Asphaltarbeiten zur Folge, dass Anwohnern die Zufahrt zu ihren Grundstücken versperrt ist. So wollte Herr L., der im betroffenen Abschnitt der Berliner wohnt, vom zuständigen ESO-Stadtservice wissen, wann bei ihm mit einer Sperrung zu rechnen ist. Antwort: Da müsse er sich an den Bauleiter an Ort und Stelle wenden, der könne genauere Auskünfte geben. Eigentlich könne es nicht dem Bürger aufgebürdet werden, mühsam auf der Baustelle den Zuständigen ausfindig zu machen, die Info an die Betroffenen sei Sache des ESO, ärgert sich L. darüber, dass es sich der Stadtservice ziemlich einfach mache.

Beim ESO sieht man das anders: „Wir beziehen bei der Baustellenplanung für Straßenerneuerungen, die in Absprache mit der ausführenden Baufirma erfolgt, immer auch die Belange der Anwohner ein, damit diese während der Arbeiten ihre Liegenschaften erreichen und wieder verlassen können“, sagt Sprecherin Sigrid Aldehoff. Während der meisten Zeit werde ausschließlich den Anwohnern ermöglicht, auch über die offene Fahrbahn zu fahren. Für alle übrigen Verkehrsteilnehmer sei die Baustelle gesperrt, um die Fahrbahn freizuhalten.

Berliner Straße in Offenbach: Sonderregelung für Anwohner

Aldehoff: „Diese Sonderregelung gilt nur dann auch für Anwohner nicht, wenn Asphalt frisch aufgetragen wurde und aushärten muss. Dies ist je nach Asphaltart ein meist recht kurzer Zeitraum.“ Den besten Überblick, wann eine Befahrung ohne Schaden möglich sei, habe nun mal der Polier der Baufirma vor Ort. Deshalb sei er der beste Ansprechpartner für die Anwohner, um die Zu- und Abfahrt zum Grundstück zu planen.

VON MATTHIAS DAHMER

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare