Mit Abstand gut platziert

Offenbacher Schachtalente glänzen im Bundesfinale

Geschwister Rosalie und Florin Werner Sach
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Sechster Platz in Berlin: Die Offenbacher Geschwister Rosalie und Florin Werner starteten gemeinsam im hessischen Schach-Team.

Es ist ein schöner Erfolg für die Geschwister Florin und Rosalie Werner von der VSG 1880 Offenbach. Sie erkämpfen sich mit der hessischen Schach-Jugendauswahl in Berlin den sechsten Platz bei den Deutschen Ländermeisterschaften.

Offenbach – Die gute Nachwuchsarbeit der Vereinigten Schachgesellschaft Offenbach (VSGO) zahlt sich aus: Florin und Rosalie Werner wurden in die achtköpfige Jugendauswahl berufen, die Hessen bei den Deutschen Ländermeisterschaft im Schach vertraten. Das Besondere daran: Jedes Team bei diesem Wettbewerb der Landesnachwuchskader besteht aus mindestens drei Mädchen, wobei jede Altersstufe von U12 bis U20 abgedeckt werden muss.

Ursprünglich war die diesjährige Meisterschaft vor dem Hintergrund des 50-jährigen Bestehens der Deutschen Schachjugend als großes Turnier mit internationaler Beteiligung geplant gewesen, doch die Corona-Krise stoppte auch dieses Vorhaben. Umso erfreuter waren alle Teilnehmer, dass das Turnier überhaupt stattfinden konnte. Gespielt wurde mit Masken und für die Partien wurden die Spielbretter in die Mitte zwischen zwei Tische gestellt, so dass während der Begegnungen viel Abstand gehalten werden konnte.

Hessen-Team kämpft bis zum Ende um den Titel

Das Hessische Team ging von Startplatz 8 ins Rennen der 16 Mannschaften in der Berliner Jugendherberge. Doch die Mannschaft übertraf sich selbst und kämpfte fünf Tage in sieben langen Begegnungen völlig überraschend bis zum Schluss um den Titel des Deutschen Ländermeisters. Hessen war von Anfang an in der Spitzengruppe dabei und lag nach fünf Runden souverän auf dem zweiten Platz. Den Tabellenführer Niedersachsen hatte das achtköpfige Team schon geschlagen, so dass man selbstbewusst in die beiden Schlussrunden ging.

Gegen die favorisierte Mannschaft aus Nordrhein-Westfalen startete der hessische Nachwuchs in der Vorschlussrunde gut. Florin holte überraschend und zur Freude der Trainer ein nicht zu erwartendes Remis gegen den diesjährigen Dritten der EU-Meisterschaften und auch Rosalie konnte gegen ihre zwei Jahre ältere und mit einem höheren Rating versehene Gegnerin ein Unentschieden erkämpfen. Leider unterlag die Mannschaft knapp 3:5 gegen den neuen Deutschen Ländermeister und rutschte auf Platz vier ab.

Ein Sieg in der Schlussrunde gegen Schleswig-Holstein am frühen Sonntagvormittag hätte noch den Sprung auf den zweiten oder dritten Platz bedeuten können. Dieses Ziel vor Augen, gingen die Kinder und Jugendlichen hoch motiviert an die Bretter. Leider ging die Partie aber genauso wie das vorherige Spiel gegen NRW mit 3:5 nach hoch spannendem Verlauf knapp verloren. Statt Podiumsplatz belegte die Mannschaft nun den sechsten Rang. Nachdem die Enttäuschung über die Schlussrundenniederlage verdaut war, überwog die Freude über die gute Platzierung und die anfänglich kaum für möglich gehaltene Verbesserung des Startplatzes. Rosalie war mit 4,5 von sieben möglichen Punkten eine Säule des Mannschaftserfolges und Florin holte mit 2,5 Punkten gegen durchweg höher eingestufte Gegner auch mehr Punkte als es seine Ratingzahl erwarten ließ.  elwe

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