Wirtschaftsjunioren feiern ihr 50-jähriges Bestehen

Offenbach auf den Schirm bringen

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Offenbach - Rundes Jubiläum: 50 Jahre werden Offenbachs Wirtschaftsjunioren alt. Im Mai richten sie die Landeskonferenz in Hessen aus. Von Marc Kuhn 

Die Wirtschaftsjunioren wollen für die Stadt Offenbach und den Wirtschaftsstandort werben. Podium dafür ist ihre hessische Landeskonferenz, bei der sich vom 16. bis 18. Mai etwa 300 Delegierte aus Hessen, Deutschland und der ganzen Welt unter dem Motto „herzlich. anders. international“ in Offenbach treffen. „Wir repräsentieren Stadt und Land“, sagte Sandra Michelfelder, ehrenamtliche Direktorin der Konferenz, mit der die hiesigen Wirtschaftsjunioren auch ihr 50-jähriges Bestehen feiern wollen. „Wir wollen Offenbach in ein anderes Licht rücken und auf den Schirm bringen.“ Die Konferenz sei nahezu ausverkauft, erklärte Michelfelder, die gerade für ihr langjähriges Engagement bei dem Verein mit der goldenen Juniorennadel ausgezeichnet worden ist.

Für die Veranstaltung ist ein Budget von 100.000 Euro veranschlagt. Die Wirtschaftsjunioren suchen noch nach Sponsoren. Die Offenbacher Wirtschaftsjunioren haben nach den Worten von Michelfelder auf internationalem Parkett einen guten Ruf und sind schon mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt worden. Der Präsident der Offenbacher Wirtschaftsjunioren, Sven Franzen, spricht von einer großen Reputation. Diese Anziehungskraft solle genutzt werden. Offenbach sei ein kreativer Platz, berichtete Marcus Lippold, Geschäftsführer der Offenbacher Wirtschaftsjunioren. „Die Stadt ist herzlich international durch die vielen Migranten.“ Offenbach werde als Region und als Standort mit der Landeskonferenz ins Gespräch gebracht.

Vernetzung der jungen Unternehmer

Durch sie entstehe eine Vernetzung der jungen Unternehmer in Hessen, in Deutschland und weltweit, erläuterte Franzen. Geschäfte würden angeschoben, Kooperationen angestoßen. Daraus ergebe sich eine Bereicherung für Offenbach und die Region. Zu der Landeskonferenz werden Unternehmer sowie Fach- und Führungskräfte nach Offenbach kommen. Geplant ist ein umfangreiches Programm. Die Eröffnungsveranstaltung findet in der Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach statt, zu der die Wirtschaftsjunioren ein enges Verhältnis haben. Am Samstag wird den Teilnehmern ein buntes Programm geboten, dazu gehören Stadtführungen sowie Box- und Kochkurse. Die Delegierten sollen Offenbach kennenlernen. Darüber hinaus werden aber auch Seminare beispielsweise zu Rhetorik und Vertrieb angeboten. Abends findet eine Gala in Langen statt. Dabei soll auch das 50-jährige Bestehen der Offenbacher Wirtschaftsjunioren gefeiert werden. Am Sonntag kommen die Teilnehmer zu einen Brunch zusammen. Zudem solle der Staffelstab an den Ausrichter der Landeskonferenz im nächsten Jahr übergeben werden, sagte Michelfelder.

In Offenbach haben die Wirtschaftsjunioren mehr als 100 Mitglieder, 40 aktive, der Rest sind unter anderem Förderer. In Hessen engagieren sich etwa 1 400 ehrenamtlich in den Organisationen, erklärte Michelfelder. In Deutschland gebe es rund 10.000 Mitglieder, weltweit seien es 350.000, die online vernetzt seien, erklärte Franzen. Die deutschen Unternehmer sind für etwa 300.000 Arbeitsplätze, rund 35.000 Lehrstellen und einen Umsatz von jährlich über 12 Milliarden Euro verantwortlich. Etwa die Hälfte ist selbstständig, ebenso viele sind in einem Angestelltenverhältnis.

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Die Wirtschaftsjunioren dürfen höchstens 40 Jahre alt sein. Darüber hinaus müssen sie Unternehmer sowie Fach- oder Führungskräfte sein. Michelfelder arbeitet beispielsweise im Risikomanagement einer Bank. Der 25-jährige Franzen hat als 16-Jähriger seine Firma gegründet. „Man gibt viel im Ehrenamt und bekommt viel zurück“, sagte der Geschäftsführer einer Marketing- und Werbeagentur. „Das bringt junge Unternehmer voran.“

Zur weltweiten Dachorganisation Junior Chamber International (JCI) gehören Persönlichkeiten wie der amerikanische Ex-Präsident Bill Clinton, Prinz Albert von Monaco und der ehemalige UN-Generalsekretär Kofi Annan. „Die JCI will jungen Menschen Möglichkeiten geben, um die Welt positiv zu verändern“, erklärte Michelfelder.

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