Forderung nach personeller Aufstockung

Schülerrat steht hinter Lehrern

Offenbach - Wenn die Kollegien von fünf Offenbacher Schulen gemeinsam beim Kultusministerium sogenannte Überlastungsanzeigen erstatten, steht die Schülerschaft dahinter. Der Stadtschülerrat Offenbach unterstützt das Vorhaben.

Die Lehrer an den Haupt-, Real- und Gesamtschulen beklagen eine starke Belastung. Wie berichtet, nennen die Pädagogen als einen Grund, dass sie durch „die wachsende Heterogenität der Schüler“ und die daraus resultierenden emotionalen und sozialen Herausforderungen überfordert seien. Die Lehrerschaft fordert daher bessere Arbeitsbedingungen, mehr Sozialpädagogen und bessere personelle Ausstattung seitens des Landes.

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„Das Kultusministerium sollte die Hilferufe der Lehrerschaft endlich mal hören“, erklärt Stadtschulsprecherin Hibba Kauser. Denn es sei nicht das erste Mal, dass die Lehrer über Probleme und Schwierigkeiten aufgrund von Personalmangel klagten. Die auch im Vorstand der Landesschülervertretung aktive Schulsprecherin des Leibnizgymnasiums kritisiert, dass es in Hessen nur rund hundert Schulpsychologen für insgesamt 766.000 Schüler gebe: „Die Lehrerinnen und Lehrer beschweren sich zurecht darüber, nicht zu wissen, wie sie mit der Situation und der wachsenden Schülerzahl umgehen sollen.“

Gerade in Offenbach, in einer Stadt, in der über 150 Kulturen und Nationen aufeinanderträfen, sei es notwendig, mehr Schulpsychologen, Sozialarbeiter und Lehrer einzuplanen, heißt es in der Erklärung des Stadtschülerrats.

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Personalmangel bei den Lehrern, deren Beruf zudem mehr Wertschätzung erfahren müsse, habe erheblichen Auswirkungen auf die Schülerschaft, beklagt Sprecherin Hibba Kauser: darunter auch eine Verstärkung der sozialen Probleme, mehr Konflikte innerhalb und außerhalb der Schule und letztlich auch eine größere Chancenungerechtigkeit. (tk)

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