BIEBER-NORD Gut kalkuliert

Schulwege rund um Containerschule sind für den Start gerüstet

Soll nach den Sommerferien bereit für den Unterricht sein: die Containerschule im Neubaugebiet Bieber-Nord. Foto: Jan Schuba
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Soll nach den Sommerferien bereit für den Unterricht sein: die Containerschule im Neubaugebiet Bieber-Nord. 

Noch sieht es recht wüst aus um die neue Containerschule an der Ecke Dietesheimer Straße und Willy-Bauer-Straße im Neubaugebiet Bieber-Nord. 

Offenbach – Nach den Sommerferien sollen hier Kinder, vorwiegend aus dem Neubaugebiet, in dem Interimsbau aus insgesamt 62 Modulen unterrichtet werden. 2023 wird dann auf der anderen Straßenseite eine dreizügige Grundschule mit Kita und Sporthalle ihre Pforten öffnen.

Mit der neuen Außenstelle soll auch die alteingesessene Schule Bieber entlastet werden. Die Umgebung lässt angesichts der Sicherheit auf dem Weg zur Schule und zurück nach Hause jedoch zu wünschen übrig - findet zumindest eine anonyme Leserin, die ihrem Unmut in einem Leserbrief an unsere Zeitung Luft gemacht hat. Wir haben beim Bauamt nachgefragt, ob die Sorgen der Dame berechtigt sind.

Kein richtiger Weg, Schlaglöcher und Matsch und am 17. August soll der – hoffentlich wieder reguläre – Schulbetrieb aufgenommen werden. Zwei Monate sind es noch bis dahin. Zwei Monate, in denen noch viel passieren wird, wie Baudezernent Paul-Gerhard Weiß versichert: Mehr als 60 000 Euro werden nach dem entsprechenden Magistratsbeschluss für den Schulweg investiert. Die Bauarbeiten beginnen in den nächsten Tagen.

Mulden werden gefüllt, Unebenheiten und Oberflächen instandgesetzt. Das geschieht zunächst am Gehweg an der Dietesheimer Straße, der zur sicheren Abgrenzung von der Straße mit zusätzlichen Pollern gesichert wird. Im Bereich der Interimsschule wird ein neuer Gehweg in Pflasterbauweise hergestellt.

Auch den Vorwurf von „keiner Straßenbeleuchtung“ kann Weiß nicht bestätigen: Die bisherige Beleuchtung sei offiziell ausreichend, dennoch werde nach Verabredung mit der ENO ordentlich mit LED-Leuchten nachgerüstet. „Das wird noch vor der dunkleren Jahreszeit gemacht“, verspricht der Baudezernent.

Alles rechtzeitig, alles im Werden: Der zeitliche Vorlauf sei gut kalkuliert und auch von der Schule explizit gelobt worden. Für den Einzug steht schon alles bereit: Der Containerbau ist bereits möbliert, die Außenanlagen werden aktuell noch hergestellt - aber Weiß geht davon aus, dass zum 1. Juli an dieser Stelle alles fertig ist.

Die Aufregung um den aktuell unzulänglich wirkenden Stand überrascht ihn nicht: „Deshalb habe ich Wert darauf gelegt, dass der Standort Anfang Juli steht, damit die Leute sehen können, dass wir rechtzeitig dran sind und ein bisschen beruhigt sind.“ Weiß versichert „hochwertigen, ordentlichen Standard“ – denn selbst wenn dieses neue Gebäude nur für kurze Zeit als Schule dient, will er eine qualitativ gute räumliche Situation gewährleistet sehen.

Auch die Planung des eigentlichen Neubaus schreite gut voran: Zwar handele es sich hier durch die Verknüpfung von Schule und Kita um ein anspruchsvolles Projekt, aber hier sieht Weiß „keine Stolpersteine“.

In ihrem Brief weist die Leserin weiterhin darauf hin, „dass die neu gebauten Gehwege im Baustellenbereich Bieber-Nord durch die Baustellenfahrzeuge schon wieder zerstört“ seien. Dieses Problem bestätigt Paul-Gerhard Weiß. In Neubaugebieten könne es passieren, „dass auch mal wieder etwas beschädigt wird.“ Hierbei weist er auf die Krux bei der Erschließung von Neubaugebieten hin.

Die Verkehrssicherheit muss mit Hinblick auf erste Anwohner auch durch Gehwege und sichere Straßen gewährleistet sein, auch wenn die Bauarbeiten für den endgültigen Ausbau noch andauern. In der Regel werden dadurch entstehende Beschädigungen wieder in Schuss gebracht, es sei aber nicht auszuschließen, dass man „auch mal auf einer Beschädigung sitzen bleibt.“ Aber auch hier werde alles getan, um eventuelle Schäden auszumerzen.

VON JAN SCHUBA

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