Feuerwerk in Offenbach

Offenbach an Silvester: Mit Umsicht ins neue Jahr

Bereits seit Samstag werden Feuerwerkskörper zum Kauf angeboten. Das Abbrennen ist jedoch nur heute und morgen erlaubt.
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Bereits seit Samstag werden Feuerwerkskörper zum Kauf angeboten. Das Abbrennen ist jedoch nur heute und morgen erlaubt. 

Im Gegensatz zu Frankfurt bestehen für hiesige Feuerwerksfreunde in der Silvesternacht keinerlei Einschränkungen. Für den sicheren und sauberen Ablauf sollte aber dennoch auf Rücksicht geachtet werden.

Offenbach – Neben den wichtigen Lebensmitteleinkäufen, die noch in aller Hektik erledigt werden müssen, stehen auf so manchem Einkaufszettel auch in diesem Jahr selbstverständlich wieder Feuerwerkskörper auf der Liste.

So etwa bei Gunther Schädlich, der mit einem bis oben beladenen Einkaufswagen voller Batterien, Böllern und Raketen aus dem Supermarkt kommt. 500 Euro habe ihn der explosive Inhalt des Wagens gekostet, wie er berichtet. Allerdings wird er die große Anzahl an Feuerwerkskörpern nicht alleine abbrennen, sondern hat auch gleich noch für drei weitere Freunde eingekauft.

Und auch wenn Schädlich sich bewusst ist, dass die jährliche Böllerei eine gewisse Belastung für Mensch, Natur und auch Tiere darstellt, möchte er dennoch nicht drauf verzichten. „Wenn ich das Jahr so Revue passieren lasse und schaue, was ich mir alles nicht gegönnt habe, dann kann man das einmal im Jahr schon machen“, befindet er.

Etwas anderer Meinung ist da Ingo Eisele, der mit seinem Sohn aus dem Ringcenter kommt und berichtet, das erste Mal seit 20 Jahren wieder Raketen gekauft zu haben. Während der Nachwuchs Knallteufelchen auf dem Gehweg zum Platzen bringt, sagt er: „Wenn’s nach mir ginge, dann sollte Feuerwerk nur in kontrollierten Gebieten in der Innenstadt erlaubt sein, ansonsten nicht.“ Seinem Sohn zuliebe habe er in diesem Jahr trotzdem Raketen besorgt.

Mit Plakaten werben das Ordnungsamt und die Stabsstelle Sauberes Offenbach für einen verantwortungsvollen Umgang mit Feuerwerkskörpern.

Und da ein Antrag der Deutschen Umwelthilfe, die eine Einschränkung oder das Verbot von Feuerwerk zur Reduzierung der Feinstaubbelastung gefordert hatte, für Offenbach keine Auswirkungen hat, können sowohl Eisele als auch Schädlich das neue Jahr entsprechend ausgerüstet begrüßen.

Beim Umgang mit der Pyrotechnik mahnt das Ordnungsamt jedoch, unbedingt die Bedienungsanleitung zu lesen und weder sich selbst noch Mitmenschen zu gefährden. Daniel Krüger von der Abteilung Kommunale Prävention appelliert zudem an alle Feuerwerkfreunde, die Bürgersteige, Straßen und Plätze so zu hinterlassen, wie sie vorgefunden wurden. Aufgrund der hohen Verschmutzung an Silvester bittet er darum, die Reste des Feuerwerks in einer mitgebrachten Tüte wieder mitzunehmen, um sie in der heimischen Mülltonne zu entsorgen. Zudem erinnert er daran, dass nicht abgebrannte Feuerwerke, Blindgänger oder zu Abschussrampen umfunktionierte Sektflaschen eine Gefahr darstellen.

Falls trotz aller Umsicht und dem ordnungsgemäßen Gebrauch dennoch mal etwas passieren sollte, versichert Andreas Gutjahr von der Feuerwehr Offenbach, „dass wir wie jedes Jahr sehr gut aufgestellt sind.“ Auch wenn Berufs- und Freiwillige Feuerwehr für alles gewappnet seien, geht der Einsatzdienstleiter dennoch „von einem normalen Silvester“ aus.
VON JOEL SCHMIDT

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