Wenn das Auge trügt

„Sinnstationen“ begeistern KOMM-Passanten

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Ziehen Groß und Klein gleichermaßen in ihren Bann: Sinnstationen zum interaktiven Erleben.

offenbach - . Die österlich Geschmückten Schaufenster im KOMM haben Konkurrenz bekommen. Denn die derzeit gastierende Ausstellung „Sinnstationen“ weckt die Aufmerksamkeit und vor allem die Sinne der Passanten. Von Konstanze Löw 

An neun faszinierenden Stationen können die Besucher ihren Sehsinn interaktiv besser kennenlernen und sich von ihm täuschen lassen. Die Schülerin Johanna Lorbeer stellt erstaunt fest, dass ihr Gehirn fehlende Buchstaben in einem Text automatisch ersetzt und ihn somit lesbar macht. „Das hat einfach unbewusst funktioniert, ohne dass ich nachdenken musste. Die Stationen finde ich total cool“, zeigt sich die 15-Jährige, die an diesem Nachmittag eigentlich nur etwas bummeln wollte, beeindruckt. Groß und Klein halten an, denn die Bilder und Drehscheiben machen neugierig. Formverzerrungen, die erst beim zweiten Hinsehen erkennbar sind, und Phantombilder, bei denen das Gehirn die wenigen Striche automatisch zu den Umrissen eines Tannenbaums zusammensetzt, begeistern. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht der Sehsinn, durch die kleinen Infotafeln wird allen Neugierigen erklärt, was an der jeweiligen Station zu erleben ist.

Mehrere Passanten machen bei der Abteilung der „Kippbilder“ halt und diskutieren darüber, ob auf dem Exponat ein Hase oder eine Ente zu sehen sei. Wohl einer der Klassiker bei der Illusion der optischen Täuschungen. „Ich kann nicht verstehen, dass meine Freunde zuerst eine Ente sehen. Ich erkenne beim ersten Hinsehen immer einen Hasen“, wundert sich Hassan Ögüt. Das Kippbild verdeutlicht, dass unsere Wahrnehmung nicht nur vom Sehsinn abhängt, sondern auch von anderen Faktoren, zum Beispiel von den Gedanken.

Vor allem Spiegel, die ihr Gegenüber formverzerrt darstellen, bringen die Besucher zum Lachen. Durch das Wandern von Spiegel zu Spiegel kann man innerhalb von Sekunden größer, dünner oder doppelt so dick aussehen, als man eigentlich ist. Das Ziel der Ausstellung – Passanten anlocken und ihnen spielerisch neue Eindrücke vermitteln – ist aufgegangen. Die 100 Exponate der „Sinnstationen“ gastieren noch bis zum 21. März im KOMM, Aliceplatz 11.

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