Tipps von Dreieicher Spezialisten

Attacken auf Smartphones

Offenbach/Dreieich - Hacker, Viren, Datendiebe - längst haben Kriminelle nicht mehr nur PCs und Notebooks im Visier, sondern auch mobile Endgeräte; Smartphones also, über die viele Nutzer heutzutage fast ausschließlich online gehen.

Der Dreieicher IT-Lösungsanbieter Giegerich & Partner gibt zehn Tipps für Unternehmen und Privatleute, um Mobilgeräte wie Smartphone und Tablet zu schützen:.

1. Persönliche Ordner verschlüsseln

Hierfür kommen mehrere Apps in Frage, etwa die kostenlose App „Hi-Folder“ (iOS) oder die für 1 Euro erhältliche App „Geheime Foto+Ordner“ (iOS und Android).

2. Schnittstellen und Ortungsdienste abschalten

Jede weitere offene Tür ist ein möglicher Angriffspunkt. Entsprechend sollten Dienste wie Bluetooth nur bei Bedarf eingeschaltet sein, das gleich gilt für Ortungsdienste. Das spart zudem Akkulaufzeit.

3. Nein zu Jailbreak & Co

„Jailbreak“ und „rooten“ bieten mehr Zugriff auf das System. So lassen sich Apps installieren, die man sonst nicht findet. Diese sind jedoch deutlich häufiger mit Malware verseucht. Zudem kann ein fehlerhafter Root-Vorgang das Gerät zerstören. Die Herstellergarantie erlischt ohnehin.

4. Schutzsoftware einsetzen

Eine mögliche Sicherheits-App ist „Lockout“. Sie schützt vor falschen Sicherheits-Einstellungen, legt ein Backup aller Kontakte an und spürt das Gerät im Verlustfall wieder auf. Auf Android-Geräten bietet die App zusätzlichen Schutz, etwa vor Malware, Spyware und Phishing-Apps.

5. Nicht einfach zurückrufen

Vor dem Rückruf sollten unbekannte Nummern geprüft werden. Im Zweifelsfall die Sperrung von unerwünschten Rufnummern veranlassen.

6. Vorsicht bei öffentlichen Hotspots

Dort werden Daten in der Regel unverschlüsselt übertragen, sofern der Nutzer keine besonderen Vorkehrungen trifft. So können Hacker diese Daten mitschneiden. Autoconnect für Wireless LAN sollte ebenfalls abgeschaltet sein. So vermeidet man, dass sich das Gerät versehentlich mit einem Phishing-Hotspot verbinden.

7. Vor dem Verkauf bereinigen

Vor der Weitergabe des Gerätes alle Speicherkarten entfernen, das Mobilgerät auf Werkseinstellungen zurücksetzen und von allen Accounts abmelden.

8. Prävention vor Verlust

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Nutzer sollten wichtige Daten regelmäßig synchronisieren, grundsätzlich den PIN-Lock nutzen und die sogenannte Fernlöschung vorbereiten. Diese ist bei iPhones durch die iCloud bzw. „Mein iPhone Suchen“ möglich. Bei Android ist die Löschung durch die von Google entwickelte Gerätemanager-App möglich. Nutzer sollten sich zudem die gerätespezifische IMEI-Nummer (auf Geräteaufkleber oder zum Abrufen *#06# eintippen) notieren. Bei Verlust des Gerätes sofort die SIM-Karte sperren lassen.

9. Trojaner abwehren

Mittlerweile gibt es auch für Mobilgeräte eine Reihe von bösartigen Trojanern. Gute mobile Virenscanner tragen zu mehr Sicherheit bei. Und falls es doch passiert und ein Nutzer etwa Opfer der Erpressungssoftware Ransomeware wird (auch BKA-Trojaner genannt): Auf keinen Fall zahlen, sondern einen Screenshot sichern, das Gerät auf Werkseinstellungen zurücksetzen und Anzeige erstatten.

10. Sicherheitstipps zu Apps

  • Apps nur aus vertrauenswürdigen Quellen installieren
  • Prüfen, auf welche Funktionen die App zugreift
  • Regelmäßiges Updaten aller Apps
  • Statusleiste auf dem Smartphone-Bildschirm beobachten. An den Symbolen kann man erkennen, wenn eine App Ortungsdaten sammelt oder Funkschnittstellen aktiviert.
  • Nicht benutzte Apps löschen
  • Fortgeschrittene Nutzer verwenden einen Prozessmonitor, um zu überprüfen, welche Anwendungen auf dem Smartphone laufen. Populär sind etwa der Advanced Task Killer (Android) und der SysStats Monitor (iOS, kostenpflichtig).

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