Sorgen-Bahnhof „Ledermuseumm“

Offenbacher S-Bahn-Station in bemängelnswertem Zustand

Bestellt und nicht abgeholt? Das herrenlose Schild wirft Fragen auf.
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Bestellt und nicht abgeholt? Das herrenlose Schild wirft Fragen auf.

Kaputte Rolltreppen und mitunter fragwürdige hygienische Verhältnisse: Der S-Bahnhof „Ledermuseum“ ist nicht in der besten Verfassung.

Offenbach - Seit einiger Zeit klemmt zwischen den Abluftkanälen für die Rauchgasventilatoren nun auch noch ein scheinbar herrenloses Schild. Wir haben die Beschwerden gesammelt und bei der Deutschen Bahn sowie den Stadtwerken nachgefragt.

„Die Fahrtreppe macht uns leider bereits seit Februar Probleme“, erklärt eine Bahn-Sprecherin bezüglich der Rolltreppe. „Sie wurde mehrfach repariert. Unter anderem sind der Motor, das Getriebe und die Hauptantriebswelle zur Reparatur aus der Fahrtreppe ausgebaut, repariert und wieder eingesetzt worden.“ Leider seien jedoch alle Instandsetzungsversuche nicht dauerhaft erfolgreich gewesen.

Offenbacher S-Bahn-Station: Haltestelle „Ledermuseumm“ - Neue Rolltreppe im kommenden Jahr

Aufgrund ihrer vielen Mängel, welche auf das fortgeschrittene Alter und die hohe Beanspruchung zurückzuführen seien, habe man die Rolltreppe bis heute nicht wieder in Betrieb nehmen können. „Wir werden die Anlage daher im nächsten Jahr komplett austauschen.“

Aber auch die Sauberkeit des Bahnhofs ist ein Thema, an dem die Gemüter sich erhitzen können. So schreibt ein Leser: „Eine Grundreinigung hat offensichtlich seit Fertigstellung vor über 20 Jahren noch nie stattgefunden.“ Dem widerspricht man auf Seiten der Deutschen Bahn. „Die Stationen in Offenbach werden von unseren Reinigungskräfte jeden Tag zwei Mal angefahren“, erklärt die DB-Sprecherin.

„Dabei werden Böden und Treppen gereinigt, davon mindestens einmal nass, und die Abfallbehälter geleert.“ Hinzu komme die regelmäßige Reinigung von Vitrinen und Wandverkleidungen. „Wenn dennoch zwischen den Reinigungsintervallen starke Verunreinigungen zu beobachten sind, kann das, so wie grundsätzlich alle Mängel, an uns weitergeben werden. An jeder Station hängen Plakate mit der Nummer der 3-S-Zentrale aus, die die Hinweise entgegen nimmt.“

Bahnhof „Ledermuseumm“ in Offenbach: Herrenloses Schild sorgt für Verwirrung

Seit einer Weile fällt am Aufgang ein Schild ins Auge, das dort offenbar deponiert und einfach nicht wieder abgeholt wurde. Auf Anregung unserer Zeitung befassen sich die Stadtwerke damit. Sprecher Jörg Muthorst gelingt es, Aufklärung zu schaffen: Ein Baustellen-Service-Unternehmen ist wohl verantwortlich. Muthorst: „Es handelt sich um eine Plantafel der Firma BKS, die Bescheid bekommt, das Schild abzuholen.“ Die entsprechenden Bauarbeiten seien abgeschlossen.

Bestellt und nicht abgeholt? Das herrenlose Schild wirft Fragen auf.

Eine weitere Beobachterin fragt sich, was es mit den Mitarbeitern auf sich hat, auf deren Jacke „Sicherheit“ steht. Ob diese für die Kontrolle der Maskenpflicht-Einhaltung da seien? Die DB-Sprecherin erklärt: „Beim Personal, das an der Station gesichtet wurde, wird es sich um normale Sicherheitsstreifen handeln, die an den Stationen unterwegs sind.“ Die Maskenpflicht werde von diesen Mitarbeitern nicht kontrolliert. Über diese werde per Medien und Durchsagen informiert. (Von Marian Meidel)

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