1000 Euro als Belohnung ausgesetzt

Stadt jagt den „Holi“-Sprayer

Offenbach - Unter den zahlreichen gänzlich unkünstlerischen Sprühern in Offenbach tut sich momentan einer besonders hervor: Insbesondere an der Senefelder Straße, Ludwigstraße und Bismarckstraße hat „Holi“ seine Signaturkürzel, sogenannte Tags, geschmiert.

Die Stadt und die Baugesellschaften rechnen damit, dass er – es kann freilich auch eine Sie sein – die Wände weiterer öffentlicher und privater Einrichtungen als Malgrund missbraucht.

Mit der Auslobung einer Belohnung will die Stadt nun dieser Kritzelei ein Ende bereiten. 1000 Euro kriegt, wer hilft, den Schmierer zu identifizieren. Ordnungsdezernent Dr. Felix Schwenke gibt sich entschlossen und bittet um Mithilfe: „Wir wollen nicht zulassen, dass ein Täter oder eine Täterin mit Schmierereien das Stadtbild verunstaltet.“ Frank Weber weist daraufhin, dass der Kreis der örtlichen Wohnungswirtschaft die Belohnung aufgrund der „Offenbacher Vereinbarung gegen Graffiti“ zur Verfügung gestellt hat.

Schon Ende 2008 haben sich auf Initiative des Ordnungsamts private, genossenschaftliche und städtische Baugesellschaften gegenüber Stadt und Polizei verpflichtet, illegales Sprühen umgehend bei der Polizei anzuzeigen. Täter sollen zivilrechtlich belangt werden, die Schmierereien unverzüglich beseitigt werden.

Hessens größtes Graffito

Hessens größtes Graffito

In Einzelfällen werden, wie jetzt, Belohnungen ausgesetzt. Das hat schon zweimal gewirkt. Hinweise entlarvten die Sprayer, ihre Tags sind aus dem Stadtgebiet verschwunden. Hinweise auf den „Holi“-Schmierer nimmt das „Sachgebiet Sprayer“ des Polizeipräsidiums Südosthessen unter 06181/9010-0 entgegen.

tk

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