Klinikum-Verkauf

Offenbach bleibt auf 215 Millionen sitzen

Offenbach - 215 Millionen Euro - mindestens auf diesem Betrag bleibt die Stadt Offenbach beim Verkauf des Klinikums sitzen.

Die Kommune komme damit zunächst für alte Bankschulden des Krankenhauses auf, teilte der Magistrat heute mit. Im Gegenzug übernehme der künftige private Betreiber neu anfallende Verluste und investiere in das Haus. Im Gespräch ist ein dreistelliger Millionenbetrag. Den Namen des Käufers nannte die Stadt nicht. Er soll erst veröffentlicht werden, wenn die Stadtverordnetenversammlung dem Verkauf zugestimmt hat. Die entscheidende Sitzung ist für den 2. Mai angesetzt.

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Das Klinikum Offenbach steckt seit Jahren in den roten Zahlen. Erst im November entging es knapp der Insolvenz. Der jetzt ausgewählte Käufer habe sich verpflichtet, drohende Insolvenzen abzuwenden, so die Stadt. Das soll für zehn Jahre gelten. Die selbst hoch verschuldete Kommune wollte das 920-Betten-Haus mit seinen mehr als 2000 Beschäftigten ursprünglich bis 2015 finanziell stützen. Das hatte die Kommunalaufsicht jedoch untersagt. Daraufhin begann die Suche nach einem Käufer. Dieser könnte das Haus Ende Juni übernehmen.

dpa

Gesundheitstage am Klinikum Offenbach

Gesundheitstage am Klinikum

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