Stadtpolizei greift nicht immer ein

Raser sind ein Fall für 110

Mit einer Laserpistole werden die Geschwindigkeit der Fahrzeuge gemessen. Foto: dpa

Offenbach – Seit Jahresbeginn hat die Stadtpolizei ihre Zuständigkeiten geändert: etwa bei Störungen der öffentlichen Sicherheit oder verkehrsordnungswidrig geparkten Autos. Von Martin Kuhn

Leser Edgar Hirner ist das freilich zu wenig: „Ich vermisse in der Meldung eine Dienststelle, die zuständig für die Anarchie im fließenden Straßenverkehr ist – Missachtung der Durchfahrtsverbote oder Tempo 30.“ Dem Wunsch kann die Stadt allerdings nur bedingt nachkommen. „Selbstverständlich nimmt die Stadtpolizei respektive das Ordnungsamt gerne Hinweise der Bürger entgegen, wenn in Straßen auffällig häufig die bestehende Geschwindigkeitsbeschränkung überschritten wird“, sagt Stadtsprecher Fabian El Cheikh. Solche Hinweise sind unter Tel.: 069/8065-2860 zu melden. Die Beschwerdestelle koordiniert die eingehenden Klagen und leitet sie an die Fachabteilung weiter. Es wird dann anhand von Messungen überprüft, ob es zu einer Häufung von solchen Überschreitungen kommt.

Die Stadtpolizei greife anders als die Landespolizei nur bei anlassbezogenen Gründen  –  nicht angeschnallt, Telefonieren am Steuer ... – und nach Abwägung des Einzelfalls in den fließenden Verkehr ein. „Sogenannte Raser sind zur besseren Koordination der Einsatzkräfte nach Rücksprache mit dem Leiter des 1. Polizeireviers über die 110 zu melden, da zum Anhalten solcher Fahrzeug ein strenger Maßstab im Bezug auf Eigen- und Fremdgefährdung von anderen Verkehrsteilnehmern anzuwenden ist“, betont El Cheikh.

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Die regulären Geschwindigkeitskontrollen übernimmt übrigens der „technische Verkehrsdienst“. Die Stadtpolizisten werden nach und nach geschult, um künftig auch abends Kontrollen vornehmen zu können. In naher Zukunft wird der Internetauftritt der Stadtpolizei überarbeitet. Dort wird auch eine ausführlichere Tätigkeitsbeschreibung einzusehen sein.

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