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Stadtwerke-Gruppe weitet Budget für Spenden und Sponsoring aus - dank OFC-Stütze

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Mit Spenden und Sponsoring hält die an der Senefelderstraße ansässige Stadtwerke-Holding vieles in Offenbach am Laufen.

Seit jeher schüttet die Stadtwerke-Holding (SOH) einen Teil ihrer Erträge als Spende oder Unterstützung von Vereinen und Institutionen aus. In den vergangenen Jahren ist der Betrag stets gestiegen, von 180.000 Euro im Jahr 2016 auf 235.000 Euro im folgenden Jahr und 2018 sogar auf 320.000 Euro.

Offenbach – Der Sprung ist dem Einstieg als Sponsor bei den Offenbacher Kickers zu verdanken. Die Stütze für den Fußball-Viertligisten vom Bieberer Berg macht fast ein Drittel des gesellschaftlichen SOH-Engagements aus. Für die beiden Spielzeiten 2018/19 und 2019/20 spendiert die öffentliche Hand somit jeweils 100.000 Euro. Der Verein hat sich im Gegenzug dazu verpflichtet, seine Fußballer für die aktive Teilnahme an Integrationsprojekten der Kommune zu entsenden. Außerdem kann das Unternehmen seine Sitzkissen verteilen und Banner aufhängen.

Wie Stadtwerke-Sprecherin Regina Preis versichert, kommt keine indirekte Hilfe hinzu – die Kickers zahlen eine vereinbarte Miete für die Nutzung der von Stadt und Land bezahlten, von der stadteigenen Stadion-GmbH betriebenen Spielstätte.

OFC nicht der einzige Sportverein, der in Genuss von Stadtwerke-Geld kommt

Der OFC ist nicht der einzige Sportverein, der in den Genuss von Stadtwerke-Geld kommt. 13.250 Euro im Jahr gehen an die TSG Bürgel für das Namensrecht an deren Sporthalle – die heißt nach der für den Stadtservice zuständigen Stadtwerke-Tochter „ESO-Sportfabrik“.

Weiterhin profitieren der Judoclub Samurai und der Fechtclub Offenbach, die sich beide laut SOH durch eine vorbildliche Kinder- und Jugendarbeit auszeichnen. Das gilt auch für den Boxclub Nordend, bei dem die Bildung einen weiteren Aspekt darstellt. 15.000 Euro erhält der im Jahr, womit unter anderem eine Hausaufgabenhilfe finanziert wird, die für weniger gute Schüler obligatorisch ist. Mit ihrem langfristigen Engagement trage die SOH auch zum friedlichen Zusammenleben in der Stadt bei, loben die Boxclub-Verantwortlichen und zitieren John F. Kennedy: „Es gibt nur eins, was auf Dauer teurer ist als Bildung: keine Bildung.“

Engagement für Bildung in diesem Jahr verstärkt

Überhaupt wird das Engagement für die Bildung in diesem Jahr verstärkt. „Uns liegt das Gemeinwohl der Bürgerinnen und Bürger über die Daseinsvorsorge hinaus am Herzen – und Bildung ist gerade in Offenbach ein zentrales Thema“, sagt SOH-Geschäftsführer Peter Walther.

So erhält die Volkshochschule als „Lehrstätte für die Allgemeinheit“ zu ihrem 100. Bestehen, das am 28. Mai gefeiert wurde, eine Spende von 6000 Euro. Das Geld ist vor allem für die zahlreichen Deutschkurse gedacht, die die VHS in Offenbach anbietet. Außerdem unterstützt die Stadtwerke-Gruppe Sprachkurse für neue Mitarbeiter in ihren Sparten Mobilität und Stadtservice.

Im bundesweiten Programm Joblinge übernimmt die SOH auch 2019 wieder eine Patenschaft in Offenbach, verbunden mit einer Spende von 10.000 Euro. Das Angebot soll arbeitslosen Jugendlichen den Einstieg in den Beruf erleichtern. Bei einem Coaching-/Patenprogramm können Joblinge in die städtischen Unternehmen hineinschnuppern und sich von den Vorzügen von eher unbekannten Ausbildungsberufen überzeugen. Über ein Projekt der Strahlemann-Stiftung bietet die SOH auch Berufsorientierung an der Bachschule an.

Auch für das laufende Jahr hat der Stadtkonzern wieder 320.000 Euro an Spenden und Sponsoring fest eingeplant. Außer den bereits Genannten profitieren davon Projekte wie „Besser leben in Offenbach“ und populäre Großveranstaltungen wie das Mainuferfest und Lichterfest mit jeweils 15.000 Euro. Im Kulturbereich besteht seit 2010 eine Kooperation mit dem Klingspor-Museum, und die Capitol Classic Lounge wird seit Beginn der Konzertreihe gefördert.    

tk

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