Das doppelte Familienglück

Tochter und Stiefmutter bringen in derselben Nacht ihre Babys zur Welt

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Familienglück in mehrfacher Hinsicht: Rafaela Girtzimani mit der kleinen Paisia (links), der frischgebackene Großvater und Papa Gabriel Girtzimanis und seine Frau Evangelia Magklogianni mit Töchterchen Maria.(c)Foto:

Offenbach - Das Leben steckt voller Zufälle – und über einen ganz besonders schönen freuen sich die Familien Girtzimani und Magklogianni. In derselben Nacht haben Tochter und Stiefmutter im Sana-Klinikum ihre Babys zur Welt gebracht. Von Veronika Schade 

Mit neugierigen Kulleraugen schaut die kleine Paisia ihre Mama Rafaela an und kuschelt sich in ihrem Arm. Die kleine Maria liegt währenddessen im Arm ihrer Mama Evangelia, ihre Mundwinkel zucken im Schlaf und formen ein Engelslächeln. Vor drei Wochen sind die beiden Mädchen im Abstand von weniger als sieben Stunden im Sana-Klinikum zur Welt gekommen. Doch das ist nicht ihre einzige Gemeinsamkeit. Evangelia Magklogianni ist die Stiefmutter von Rafaela Girtzimani, die somit nicht nur selbst Mutter der kleinen Paisia geworden ist, sondern mit der kleinen Maria auch eine Halbschwester bekommen hat. Magklogianni ist gleichzeitig Mama und Stiefoma geworden. Ganz besonders stolz ist Rafaelas Vater Gabriel Girtzimanis, ist er doch zugleich Vater und leiblicher Großvater geworden. „Es sind unbeschreibliche Gefühle“, sagt er lächelnd und fühlt sich in seiner Rolle als Hahn im Korb sichtlich wohl.

Fast zum gleichen Zeitpunkt werden die beiden Frauen schwanger, ihre errechneten Geburtstermine liegen nur zwei Tage auseinander. „Alles Zufall“, betonen sie. „Es muss am Monat gelegen haben. Im selben Monat sind auch fünf Kolleginnen von mir schwanger geworden“, sagt Magklogianni augenzwinkernd. Für die 38-Jährige ist es, ebenso wie für ihre 22-jährige Stieftochter, das erste Kind. So erleben sie die erwartungsfrohe Zeit gemeinsam und in ständigem Austausch. „Zum Glück verlief bei uns beiden die Schwangerschaft komplikationslos“, sagt Rafaela. Als examinierte Altenpflegerin in der Intensivpflege wird sie aus Sicherheitsgründen direkt von der Arbeit freigestellt, während ihre Stiefmutter als Vertriebsangestellte in einem Finanzunternehmen bei guter Gesundheit „bis zum Schluss“ am Schreibtisch sitzt.

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Beide Frauen sind über den errechneten Termin hinaus, fiebern den Geburten entgegen. Die dann völlig unterschiedlich verlaufen. Unkompliziert und schnell erblickt die kleine Maria das Licht der Welt. „Am Vormittag hatte ich noch CTG-Kontrolle, da wurden keine Wehen aufgezeichnet. Am Abend bekam ich plötzlich Schmerzen“, schildert Magklogianni. „Gegen 20 Uhr fuhren wir deshalb zurück ins Sana-Klinikum. Und um 22.19 Uhr war Maria schon da“, staunt sie. Nicht so viel Glück hat Rafaela. Sie ist bereits lange vor ihrer Stiefmutter mit Wehen im Krankenhaus, doch mehr als 24 Stunden später ist das Baby immer noch nicht da, die werdende Mutter am Ende der Kräfte. Am frühen Morgen um 4.43 Uhr wird Paisia per Kaiserschnitt geholt.

Die jungen Mütter und ihre Babys bekommen zu ihrer großen Freude ein gemeinsames Zimmer auf der Wöchnerinnenstation. „Das war super für uns und für unseren Besuch“, schmunzeln sie. Wenn sie sich nicht gerade besuchen, sind beide Frauen dennoch in täglichem Kontakt. Ihre Beziehung ist durch die Erlebnisse noch enger geworden. Jetzt verbinden sie die Fragen rund um den Babyalltag. Auch in Zukunft sollten ihnen die Gemeinsamkeiten nicht ausgehen...

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